Marathon: Soll ichs wirklich machen oder lass ichs lieber sein?

marathon entscheidung
// Dies ist ein Gastbeitrag von Steffi von A daily travel mate über die Frage aller Fragen für viele Läufer: Soll ich einen Marathon laufen – ja oder nein? 

Ich laufe schon immer gerne. Die Bewegung an der frischen Luft ist mein Heilmittel gegen Stress. Automatisch wird ein Fuß vor den anderen gesetzt und der Kopf hat Zeit, seine Gedanken zu ordnen. Jahrelang bin ich mal mehr und mal weniger ambitioniert gelaufen. Bis ich mich vor zwei Jahren das erste Mal an die Halbmarathon-Distanz gewagt habe. Letztes Jahr sogar gleich zweimal. Ich laufe nicht auf Zeit. Das Motto lautet immer: Ausprobieren, Dabeisein, Durchhalten, Ankommen.

Ist also die logische Schlussfolgerung nun ein Marathon?

Soll ichs wirklich machen…

Ich liebe Herausforderungen. Auch die, vor denen ich Angst habe. Und vor der Marathondistanz habe ich Angst. Kann ich das schaffen? Kann ich durchhalten? Ich muss es einfach ausprobieren, um am Erfolg oder auch an einer Niederlage zu wachsen.

Die Stimmung beim Wettkampf ist phänomenal. Schon beim Halbmarathon. Freunde, Familie und viele Fremde, die einen anfeuern, weil Sie deine sportliche Leistung anerkennend honorieren und dich unterstützen durchzuhalten. Ein tolles Gefühl.

Ich laufe nicht auf Zeit. Wenn ich das Ziel erreiche, ist das für mich ein Sieg. Ich muss nur durchhalten. Selbst wenn ich unterwegs ein Stück gehen muss. Und ein Erfolg ist immer etwas, das einen Stolz und selbstsicher macht. Von dem Gefühl etwas anzupacken, durchzuhalten und damit ein Ziel zu erreichen, kann man noch lange danach zehren.

Chemnit_Halbmarathon

 …oder lass ichs lieber sein?

Ich bin kein allzu talentierter Läufer und somit auch kein schneller Läufer. Den Halbmarathon habe ich auch beim dritten Anlauf nicht unter zwei Stunden geschafft. Um beim Marathon nicht vom Kehrwagen eingesammelt zu werden, muss ich beim Training an meinem Tempo arbeiten. Was mir überhaupt keinen Spaß macht.

Ich habe neben dem Laufen auch ein weiteres, zeitintensives Projekt: Meinen Reiseblog. Kann ich es schaffen, beide Ziele – regelmäßiges, langes laufen und die Arbeit an meinem Blog – unter einen Hut zu bekommen? Meine Angst: Ich schaffe beides nicht und die anfängliche Motivation schlägt in Frustration um.

Die körperliche Belastung ist natürlich enorm und auch die Gefahr einer Verletzung. Will ich meinem Körper diesen Strapazen aussetzen, mit dem Risiko, mich ernsthaft zu verletzten und anschließend gar nicht mehr laufen zu können?

Und jetzt? Soll ich´s wirklich machen oder lass ich´s lieber sein?
Ich sag mal: Jein.

Ich habe mich für einen Marathon angemeldet und der Trainingsplan liegt bereit. Die ersten Läufe liegen hinter mir und bisher macht es noch Spaß. Ich setze mich allerdings nicht unter Druck. Sobald ich merke, dass ich mich übernommen haben (zeitlich oder auch körperlich) mache ich langsam. Wenn ich es vor dem Wettkampf schaffe, einmal die 30 km zu knacken, dann laufe ich mit und probiere es einfach aus.

 
Das neue Motto:
Ausprobieren, Dabeisein, Durchhalten und eventuell Ankommen.

Überlegt ihr ebenfalls, euch dieses Jahr an die Marathon-Distanz zu wagen? Was sind eure Pros und Contras?

Über Steffi:

Ich bin die Steffi. Seit ich vor zehn Jahren mit meinem Rucksack und einem Round-the-world-Ticket im Gepäck, acht Monate durch die Welt gereist bin, wird auch zurück im Berufsleben jeder freie Tag zu einer kleiner Reise gemacht. Aus dieser Einstellung ist auch mein Reiseblog: a daily travel mate entstanden. Hier finden all diejenigen Inspiration, Infos zur richtigen Reiseplanung und nützliche Reisetipps, die in Ihrem jährlichen Urlaub gerne individuell, flexibel und intensiver reisen wollen. Zusätzliche Tipps und Reiseinspirationen von a daily travel mate gibt es auf Facebook, Twitter und Instagram.

Mein Motto: Jeder Tag kann eine kleine Reise sein. Reise und lebe mit einem Leuchten in den Augen.

Danke an Steffi für diesen wundervollen Beitrag! Ich werde ihren Weg bis zur 42 auf jeden Fall auf ihren Social Media Kanälen verfolgen und dem großen Tag mit entgegen fiebern – viel, viel Erfolg, liebe Steffi!
Und wer weiß… vielleicht traue ich mich ja auch mal…

Comments(8)

  • 18. Februar 2014, 22:50  Antworten

    Go for it. Es gibt kein schöneres Gefühl, als das Kribbeln, wenn Du auf das Ziel zuläufst – und Dir klar wird, wofür Du all das getan hast. Und ich mache eine Wette, es wird nicht bei einem Mal bleiben…

    • Carina
      19. Februar 2014, 20:36

      Allein für das Gefühl lohnt es sich mit Sicherheit!
      Für mich heißts erstmal noch ein paar halbe runter laufen… ;)

  • 19. Februar 2014, 18:15  Antworten

    Warum nicht? Mach’s einfach! Das wird genial : )

    • Carina
      19. Februar 2014, 20:35

      Steffi ist mutig und traut sich!
      Bei mir muss ich noch ne Weile überlegen ;)

  • 19. Februar 2014, 20:33  Antworten

    Tu es ;-) Mein Ziel ist zuerst ein HM sub 2Stunden!

    • Carina
      19. Februar 2014, 20:35

      Das wäre auch mein nächstes Ziel!
      Steffi traut es sich ja! Zum Glück gibts hier noch Mutige unter uns!

  • 19. Februar 2014, 23:45  Antworten

    Ich hoffe sehr, dass ich das Ziel erreiche :). Werde euch auf jeden Fall berichten, wie es war. Zeit ist mir egal, Hauptsache probieren.
    LG
    Steffi

  • 3. März 2014, 14:07  Antworten

    Ich wünsche dir viel Erfolg und noch mehr Durchhaltevermögen bei der zeitintensiven Vorbereitung. Neben dem Führen eines Reiseblogs auch noch ein Marathontraining zu wuppen, ist eine ordentlich Leistung, vor der ich meinen Hut ziehe.

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