Waterkant Touren: Eine Hamburg Ausfahrt mit den Elbflüsterern

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Jedes Mal, wenn ich nach Hamburg komme fühlt es sich ein bisschen wie zu Hause an. Meine Jogging-Runden an Alster und Elbe warten gewohnt trüb-schön auf mich und in den 1-2 Lieblingscafés, die ich jedes Mal aufsuche, verändert sich zum Glück auch nie allzu viel.

Ich freue mich altbekannte Gesichter wieder zu sehen, um die Ecken Ottensens zu streifen und hin und wieder auch die üblichen Verdächtigen im Schanzen- und Karoviertel und auf dem Hamburger Berg zu besuchen.

Es fühlt sich beschaulich, gemütlich, vertraut an.

Doch bei meinem letzten Besuch wollte ich den Mikrokosmos, den ich mir in Hamburg geschaffen hatte, etwas erweitern. Um mich auf jenem Streifzug in unbekannte Gebiete jedoch nicht ganz haltlos zu fühlen, zog ich nicht auf eigene Faust los, sondern mit einer der Waterkant Touren – und Achtung: mit einem Bulli! Heimatgefühle an mein Vanlife in Lateinamerika inklusive.

Von den zwei sympathischen Freunden Steffen und Jan im Herbst 2014 gegründet, finden die verschiedenen Waterkant Bulli-Touren fast täglich statt und führen ihre Besucher neben der klassischen Kompass Tour mit Hamburgs Highlights auch auf unausgetretene Pfade in Hemisphären jenseits der Elbe.

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Jenseits der Elbe? Ist das denn überhaupt noch Hamburg?

Ja, und wie! Auch wenn es vielleicht nicht das klassische Hamburg mit Jungfernstieg, Michel und Sternschanze ist, bietet der Süden der Stadt nicht nur alles von hip bis gediegen bis altehrwürdig, sondern hat auch einige Geschichten auf Lager. So wie mein Guide Stefan, der mich an jenem pieseligen Tag mit dem Bulli „Eisbär“ auf der Lotsen Tour durch die Gegend kutschierte.

Stefan wohnt selbst hier unten und kann zu jedem Winkel Rothenburgsort, Steinwerder und Wilhelmsburg etwas erzählen. So erfahre ich, dass ein Teil der Erlöse des richtig coolen Café Entenwerders an die Elbpiraten gehen, einem gemeinnützigen Verein, der Kindern und Jugendlichen aus einem sozial schwächeren Umfeld den Segelsport nahe bringt. Ein Wiederkommen im Sommer steht für mich ganz klar fest – nicht nur, dass man hier Tee und Scones für einen guten Zweck isst, sondern auch die Location einfach der Hammer ist – selbst bei Hamburger Schietwetter.

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Vorbei an der schicken Oldtimer Tankstelle, an der zwei mal im Jahr ein 50er Jahre Flohmarkt stattfindet und dem Inselpark, wo man die dubiosen bis lustigen Bauten der hier 2013 ausgetragenen internationalen Gartenschau beschauen kann (ich sage nur: Algenhaus!) ziehen wir an dem Energieberg Georgswerder vorüber, der aussieht wie ein riesiger Deich, gesäumt von Windrädern und Fotovoltaikanlagen und darüber hinaus oben drauf auch einmal im Jahr ein Marathon stattfindet. Mal schauen, ob mich das in den nächsten Jahren mal reizt…

Einer meiner Lieblingsorte der Tour war der Energiebunker, der 1 zu 1 baugleich mit dem Bunker an der Feldstraße ist, an dem ich schon einige Nächte oben im Übel und Gefährlich verbracht habe.

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Hier gibt es oben statt durchzechter Nächte ein sehr zivilisiertes Café, das jedoch nur Freitag bis Sonntag geöffnet hat. Auf den Bunker selbst kommt man an jedem Tag in der Woche völlig kostenlos und hat – wenn man mal Glück mit dem Wetter in Hamburg haben sollte – eine tolle Sicht über die Stadt. Das habe ich mir zumindest sagen lassen und dem mal so weit vertraut, während ich die dunstig diesige Sicht so oder so grandios fand. Was wäre schon ein Hamburger Winter ohne Nebel?

Fun fact: der Bunker sollte in den 60er Jahren dem Erdboden gleichgemacht und gesprengt werden, jedoch ist man an dem Versuch ziemlich kläglich gescheitert. Ist halt ein immer noch ein Bunker, der seinen Zweck erfüllt.

Zum krönenden Abschluss ging es dann noch durch den alten Elbtunnel – oldie but goodie! Wer eine Tour unter der Woche vornimmt kommt sogar in den Genuss mit dem Bulli durch den Tunnel zu fahren – ziemlich coole Nummer.

Da ich an einem Feiertag unterwegs war, hieß es gemütlich zu Fuß durch den Tunnel schlendern und anschließend die schönste Sicht über den Hamburger Hafen von der Aussichtsplattform der Jugendherberge aus genießen.

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Der Abschied vom Eisbären fiel mir doppelt so schwer, da dies auch mein letzter Tag in Hamburg sein sollte und ich plötzlich so viele Ecken der Stadt entdeckt habe, die ich gerne noch viel besser kennen und verstehen lernen würde.

Doch auch wenn es wohl diesen Sommer nicht mit einem entspannten Sonnenuntergangsgetränk im Café Entenwerder klappen wird – Hamburg, ich werde wiederkommen, so wie ich immer wiederkomme!

So wie Du der Hansestadt auch mehr als einen Wochenendausflug oder einen Adventsbesuch abstatten solltest: komm und sieh und fühle, was in dieser Stadt in der Luft liegt. Vielleicht beim nächsten Mal sogar mit einer Waterkant Bulli Tour? (Und dem Minifeeling wie ich mich seit über einem Jahr auf meinem Road Trip mit meinem Van fühle!)

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Disclaimer: Als Bulli-Family im Geiste haben mich die Waterkant Jungs kostenlos auf ihre Lotsen Tour mitgenommen. Meine Ansichten und Meinungen bleiben jedoch wie immer meine eigenen, ungetrübt ob ich den Spaß kostenlos oder nicht mitgemacht habe. Danke an Stefan, Steffen und Jan, ich hatte eine tolle Zeit!

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