Länderwechsel: Von Peru nach Ecuador und der Vorteil des Vans!

Ich mag Länderwechsel. Vor allem hier auf meinem Road Trip in Südamerika, da sie irgendwie viel entspannter sind, als wenn man ohne Auto und nur mit dem Rucksack unterwegs ist.

Statt mit vielen Leuten, die im selben Boot/Bus/Flugzeug wie ich saßen, in einer nicht enden wollenden Schlange zu stehen und auf den Stempel in meinem Pass zu warten (2x: Ein- und Ausreise und im schlimmsten Falle noch der komplette Gepäck-Scan), rolle ich nun entspannt zum Parkplatz, hol mir meine Stempel ab und schaue noch eine Runde beim Zoll vorbei für die Fahrzeugunterlagen.

Easy. Es sei denn ich habe mal wieder schlecht geplant und es stehen genau jetzt zwei fette Reisebusse vor mir an der Grenze oder es ist ein Feiertag (noch schlimmer Ferienbeginn/-ende) und die Grenzbeamten heillos überfordert mit dem unnatürlich hohen Arbeitsaufwand.

Gehen wir von meinem letzten Länderwechsel aus:

Von Ecuador nach Peru

Weit und breit keine Fernbusse und auch kein Feiertag in Sicht = Entspannung pur. Lediglich der Zoll-Computer hat wie immer mal wieder gestreikt, was für ein paar zusätzliche Minuten netten Plauschs mit dem Zollbeamten gesorgt hat und für ein kurzes Status-Update meines VLOGs:

Zack und schon war ich in Ecuador. Verrückt, wenn man zwei oder drei Monate lang durch ein Land gereist ist und auf einmal die Schwelle zu einem neuen Land betritt. Irgendwie ist alles gar nicht so anders. Aber irgendwie dann doch.

Man weiß nicht so recht, was einen erwartet, denn alle Reiseführer der Welt zusammen schaffen es nicht die Stimmung vor Ort so zu beschreiben, wie Du sie plötzlich vor Ort vorfindest.

Meine erste Überrumpelung in Ecuador war die vierspurige Autobahn. V I E R S P U R I G. Nach den einspurigen Schotter-halb-Asphalt-, mal ganz-Asphalt-, mal Erdstraßen-Verhältnissen war das einfach nur:

Abgefahren.

Dicht gefolgt von einem fetten Porsche Cayenne, der mir in einem winzigen Städtchen über den Weg fuhr und die ersten USD (ja, genau, hier zahlt man mit US Dollar!), die mir der Bankomat ausspuckte.

Ecuador würde anders sein. Wie anders wurde mir mit jedem neuen Tag hier mehr bewusst. Doch das ist Stoff für ein anderes Kapitel dieser Reise.

Was ich an Länderwechseln hier in Südamerika so mag (außer den unkomplizierten Grenzübergängen) ist, dass sich die grundlegenden Dinge nicht ändern:

  • es wird weiterhin Spanisch gesprochen (mit Ausnahme von Brasilien und den Winzlingsstaaten im Norden des Kontinents)
  • die Musik bleibt die gleiche (an dieser Stelle kann ich alle Cumbia-Fans beruhigen)
  • die einheimischenFahrkünste bleiben gleich herausfordernd (ohne Warnung und Sinn bremsen und die Warnblinkanlage nutzen statt dem richtigen Blinker)
  • im Zweifel kriegt man in jedem Restaurant auch einfach nur einen Teller Reis serviert (alle Vegetarier und Veganer dürfen an dieser Stelle aufatmen)
  • die Gastfreundschaft der Südamerikaner kennt keine Grenzen

Und was ist dann der Unterschied?

Was sich jedoch immer ändert und das auch noch ganz schön gehörig ist (nach einer außerordentlich gepflogenen Hut-Kultur) die Landschaft.

Die Ostküste Argentiniens, Patagonien, Uyuni bis rüber in die komplett unterschiedliche Andenlandschaft in Peru und nun bis nach Ecuador, das kleine Land, das alle guten Dinge in maximal sechs Fahrstunden Entfernung in sich vereint – die Natur im neuen Land schafft’s jedes Mal auf Neue einen draufzusetzen.

Ich bin sehr gespannt, was mir Ecuador in den nächsten Wochen noch offenbaren wird… bis dahin zeige ich Dir schon mal mein persönliches Klein-Schottland, das ich im Cajas Nationalpark bei Cuenca gefunden habe:

Nach so vielen VLOGs in den letzten Wochen geht es ab nächster Woche wieder etwas „lehrreicher“ auf meinem Youtube Kanal zu.

Der dritte Teil meiner Reihe „Reisen und Arbeiten“ steht an, ein Video über meine Morgenroutine und dann noch die vielseits gewünschte Van-„Roomtour“…

Was wäre Dein nächstes WunschVideo?

Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Comments(4)

  • Thomas
    3. November 2015, 10:47  Antworten

    Du machst einem Südamerika so dermaßen schmackhaft… herrje ^^
    Cool geschrieben und ich bin gespannt, wie sich die Grenzüberschreitungen anfühlen werden die nächsten Jahre :)

    Mach weiter so! :)

    • Carina
      11. Februar 2016, 18:02

      Grenzen sind eine Wissenschaft für sich.. insbesondere nun in Mittelamerika, wo einfach nichts mehr ausgeschildert ist und nichts einer logischen Reihenfolge nachgeht. Ich bin auch auf Deine „Grenzerfahrungen“ gespannt – Tiefenentspannung hilft ;)

      Und danke!

  • 4. November 2015, 02:52  Antworten

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen – Perfekte Zusammenfassung! Die Straßen in Ecuador haben mich auch umgehauen. Habt eine schöne Zeit in Ecuador und gute Fahrt!

    • Carina
      11. Februar 2016, 18:04

      Wahrscheinlich nur noch zu überbieten mit den Straßen in Guatemala… da habe ich schon einige Horrorstories gehört!

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