Arbeitstag vs. Freizeittag im Vanlife

Mein Road Trip besteht aus dem kontinuierlichen Balanceakt zwischen Arbeit und Freizeit. Ich liebe es zu arbeiten und so vergesse ich von Zeit zu Zeit gerne die Uhr. Meistens bemerke ich nicht wie lange ich schon vorm Rechner sitze bis ich plötzlich sehe wie die Dunkelheit über mir hereinbricht und meine Kontaktlinsen anfangen zu zwicken.

Vor allem Tage, an denen ich Internet und Strom habe bergen diese Gefahr: eine furchtbar wichtige Email nach der anderen trudelt ein, das Beantworten von Kommentaren steht an und dann wäre da natürlich auch der Kontakt zu Freunden und Familie, der gepflegt werden will.

Der feine Unterschied

Momentan lebe ich in Arbeitstagen und Freizeittagen. Letztere haben zur Zeit definitiv die Überhand ergriffen (was ich ganz und gar nicht schlimm finde), wobei ich ab und zu noch ein, zwei Stündchen Arbeit in die Freizeittage mit reinschummle.

Der entscheidende Unterschied bei diesen Schummelstunden ist jedoch, dass ich in diesen meist bis zur Nasenspitze motiviert und von den bunten Geschehnissen des Tages inspiriert bin und für mich persönlich erfüllendere Arbeit leiste.

Wie bunt meine Arbeitstage aussehen können und wie viel bunter meine Freizeittage habe ich Dir in zwei Videos festgehalten:

Der Arbeitstag

Der Freizeittag

Wie Du siehst versuche ich auch meine Arbeitstage mit schönen Beschäftigungen zu umrahmen. So wie Du es zu Hause vermutlich auch tust, nur vielleicht ohne das Meer und einem halben Zoo, der um Dich rumspringt. Versuch das doch mal aus – auf jeden Fall sehr inspirierend!

Work-Life-Balance jenseits des 9-5 Jobs?

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es einfach ist Arbeit und Freizeit auf meiner Reise ausgewogen einzuteilen. Doch was bedeutet ausgewogen? Im Grunde doch, dass sich die wichtigen Bereiche im Leben die Waage halten und auf einer Augenhöhe liegen.

Vielleicht ist es gerade so wie ich lebe ausgewogen? Vielleicht sind es nur meine gesellschaftlichen Urinstinkte, die mir einsäuseln: je mehr Arbeit desto besser?

In meinem letzten Vollzeitjob hatte ich zumindest nicht das Gefühl einer Work-Life-Balance. Mein Leben bestand eher voll und ganz daraus alles was Spaß macht um meine Arbeit herum zu manövrieren.

Ein bisschen weniger arbeiten, ein bisschen mehr leben und die Zeit die man arbeitet dann auch wirklich effizient nutzen. Vielleicht ist das der richtige Weg.

Meine besten Tipps, wie das aussehen kann und auch bei Dir in Deutschland klappen könnte, habe ich hier für Dich aufgearbeitet:

Weniger arbeiten und mehr erreichen oder „was mache ich eigentlich die ganze Zeit?“

Mehr Gedanken und Einsichten zu dem Thema habe ich auf Edition F, dem Online Magazin für Frauen veröffentlicht:

Wie geht das: Reisen auf der Panamericana – und währenddessen arbeiten?

Was ist Deine Meinung zum Thema und wie lebst Du?

Comments(4)

  • 16. Februar 2016, 10:34  Antworten

    Schöner Artikel! Ich bin gerade als Yogalehrer, Blogger und digitaler Nomade auf den Philippinen unterwegs und kämpfe momentan damit, eher zu viel zu arbeiten als zu wenig. Und wenn ich mal nichts mache habe ich ein schlechtes Gewissen… so ein geregeltes Wochenende wäre mal ganz schön. Aber insgesamt alles nicht so schlimm – das Leben hier lässt sich aushalten. Costa Rica will ich auch bald mal wieder hin, Santa Teresa ist immer noch mein absoluter Traumstrand!
    Liebe Grüße, Susanne

  • 16. Februar 2016, 12:03  Antworten

    Wow, das ist einfach richtig schön. :)

    Interessant, dass du von Work-Life-Balance sprichst, obwohl du Spaß an deiner Arbeit hast (was ich vermute).
    Ich denke auch, dass man sowohl einen Job finden sollte, der wirklich Freude bringt und den man sehr gerne macht, als auch genug Zeit in „Play“ investiert und einfach das tut, wonach das Herz grade schlägt. Das ist unser ureigenes, natürliches Verhalten. Jedes Lebewesen tut was es muss und danach was es will. Ein Löwe jagt zum Beispiel seine Beute und wenn er satt ist, spielt er einfach den ganzen Tag und liegt in der Sonne. Wir Menschen haben das nur leider verdrängt und fühlen uns jetzt schlecht, wenn wir einfach mal in den Tag hinein leben und uns wie Kinder benehmen.

    Du machst das schon richtig. :)

    Liebe Grüße,
    Ronja

  • Marion
    17. Februar 2016, 23:51  Antworten

    Die Videos sind echt traumhaft!!!

  • 20. Februar 2016, 00:20  Antworten

    Ich kann zum eigentlichen Thema des Artikels gerad gar nicht so viel sagen, weil ich total geflasht bin von den Baby-Schildkröten. So schön. Sieht man das in Costa Rica häufiger oder hattest du einfach unheimliches Glück?

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