Mit dem Van alleine durch Tasmanien

| Dies ist ein Gastbeitrag von Ute von Fräulein Franz |

Ich liebe Camping-Trips. Sie geben mir ein so wunderbares Gefühl der absoluten Freiheit. Weil ich da bleiben kann, wo ich will. Weil sie mich mit der lieben Mutter Erde wieder so sehr in Verbindung bringen, wenn ich mitten in der Wildnis am See mit dem Van stehe. Mein letzter Camping-Trip war ein großer Traum, den ich mir erfüllt habe: Tasmanien. Mit dem Camper. 3 Wochen. Alleine durch die Natur.  

Fast einmal drum rum bin ich gefahren und habe mich in dieses Eiland, so weit abseits von allem, verliebt. 

Heute bekommst Du 7 Gründe an die Hand, warum es sich absolut lohnt den langen Flug aus Deutschland anzutreten und sich alleine in die Wildnis Tasmaniens zu begeben. 

 

#1 DU HAST DIE KOMPLETTE FREIHEIT

Auf Tasmanien leben ein bisschen über 500.000 Einwohner, so kommen knapp 7,5 Einwohner pro km2 (im Vergleich: Deutschland hat 231 Einwohner pro km2). Manche Straßen, manche Küstenabschnitte, manche Wanderwege hast Du komplett für Dich alleine. 

Du reist alleine, es gibt da also niemanden, auf den Du hören musst oder Kompromisse und Absprachen treffen musst. Du entscheidest, wo es lang geht, was es zu essen gibt, wo heute Nacht geschlafen wird. 

#2 DU KANNST UND MUSST NICHT ALLEINE SEIN

Alleine reisen ist toll, weil es einfach nach Deiner Nase geht. Aber Hand aufs Herz, das kann an einigen Tagen auch zu viel Freiheit sein. An manchen Tagen ist’s zu viel mit dem Alleine-Sein und der absoluten Ruhe in der Wildnis. Keine Sorge, Campingplätze sind in Australien gesellige Plätze plus in jedem Dorf findest Du sicher ein Pub. 

So habe ich zum Beispiel einen wundervollen Abend mit zwei durchgeknallten Omis Cider-trinkend und über das Leben-philosophierend am Flussbett des Huon Rivers verbracht. 

Oder Du unternimmst einen Ausflug! Und wenn Du mal zu viel vom Campingleben hast, dann miete Dich in der nächsten Stadt im Hostel ein. So geschehen bei mir, auf halber Strecke war mir das Allein-Sein kurzzeitig zu viel und ich bin kurzentschlossen nach Launceston gefahren und habe einige Nächte im Hostel verbracht. 

 

#3 DU CAMPST AN DEN WUNDERSCHÖNSTEN ORTEN

Selten habe ich so schöne Aussichten beim Campen gehabt. Die Hintertür aufgeklappt und Du schaust schnurstracks aufs türkis-blaue Meer. Der Strand natürlich menschenleer. Handy-Empfang ist nicht, so kann auch nichts ablenken, wenn Du Dich mit der Natur vereinst.

Tasmanien hat eine super hohe Dichte an Nationalparks und dort findest Du meist richtig gute Campsites für wenig Geld oder manchmal gar kostenlos. Wild Campen soll auch gehen. Davon bin ich allerdings keine Freundin, so als alleinreisendes Mädel habe ich mich an offiziellen Campsites besser aufgehoben gefühlt und mich immer noch etwas sicherer gefühlt, wenn ich nicht ganz alleine war. 

Wo ich übernachtet habe und wie ich meine Campsites gefunden habe, erfährst Du auf meinem Blog Fräulein Franz!

 

#4 DU BIST MITTEN IN DER NATUR

Wie gesagt es gibt unzählige Nationalparks. Genauer gesagt sind es 19. Und somit steht eine ordentliche Fläche der Insel unter Naturschutz. Und in diesen Parks gibt es unendlich viele Wanderwege. Du kannst einige Stunden unterwegs sein, einen ganzen Tag oder mehrere Tage.

Ein echter Klassiker ist hier der Overland-Track oder auch der 3-Capes-Track. Ich habe lediglich nur kleine Teile der beiden genannten Wanderungen gemacht. Mein Wander-Guide war hier immer die Broschüre „60 Great Short Walks“.

Das Beste ist, selbst wenn viel los ist, Du fühlst Dich nach wie vor eins mit der Natur. Weil viel los in Tasmanien, einfach mal eine hand-voll Menschen bedeutet. Jedoch nicht bei der Wanderung hoch zum Wineglass Bay Lookout, hier ist definitiv eine Menge los – für tasmanische Verhältnisse. 

 

#5 DU KANNST SO LAUT SINGEN WIE DU WILLST

Jeder Roadtrip ist bei mir mit einer ganz besondern Playlist verbunden. Es ist essentiell für mich, dass ich mein Smartphone mit dem Radio verbinden kann. Denn ohne geht einfach nicht. Grölend auf der einsamen Straße im Nirgendwo „Go your own way“ von Fleetwood Mac singen oder sehnsüchtig „Wish you were here“ von Pink Floyd trällern. Es ist einfach unbezahlbar. Weil kein anderer da ist, kannst Du umso lauter und voller Leidenschaft mitsingen, ohne dass auch nur einer Deine schiefen Töne bemängeln könnte. 

Meine Lieblingssongs für jeden Roadtrip:

 

#6 DU MUSST KEINE WEITEN STRECKEN FAHREN

Ich meine, dass die längste Strecke, die ich auf Tasmanien zurückgelegt habe, so um die 180 km war. Für Australien ist das nichts. Und während du fährst, kommst Du an so viel Natur vorbei, dass alleine schon die Fahrten auf den Straßen Dir eine große Freude bereiten. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. 

Und weil die Strecken eben auch nicht so ewig lang sind, konnte ich die Insel quasi einmal in drei Wochen umrunden. 

Für mehr Inspiration, findest Du hier meine Route hier:

#7 DU SCHLIEßT FREUNDSCHAFT MIT DEINER INTUITION

Alleine im Camper unterwegs zu sein verbindet Dich mit Dir selbst in Windeseile. Gerade als Fräulein musste ich  doch mal hier und da die Frage der Sicherheit stellen, wenn ich an einem Ort zum Campen stand und entscheiden musste bleib ich hier über Nacht oder nicht. Hast Du ein gutes Gefühl oder nicht?!

Oder wenn es um die Tagesplanung geht und nur Du selbst zu entscheiden hast, worauf alleine Du Lust hast. Was tut Dir heute gut? Eine Wanderung (wobei diese tun fast immer gut, weil sie den Kopf frei machen), einen Chill-Tag im Camper mit guten Büchern und Podcasts einlegen, oder in den nächsten Ort fahren. Du lernst relativ schnell darauf zu hören, was Dir Dein Bauch sagt, was heute besser ist.  


Ganz gleich, ob Du nun in Tasmanien einen Camping-Trip alleine startest oder in Skandinavien auf Reise gehst. Alleine inmitten der Natur, mit Dir, unabhängig und frei mit Deinem Camper ist pures Abenteuer, die absolute Freiheit.

Du hast noch weitere Fragen zu meinem Tasmanien-Abenteuer? Dann tippe deine Fragen unten in die Kommentare und ich helfe Dir gerne weiter!

 

Huhu! Mein Name ist Ute. Ich bin Reisende und auf dieser Welt zuhause – mal hier, mal da. Ich bin freischaffend als Bloggerin und Yogalehrerin unterwegs. Mutig und mutmachend gehe ich neugierig durch diese Welt und erzähle Dir davon auf meinem Blog Fräulein Franz. Außerdem bin ich verrückt nach Fotografie, Flat White, Yoga, Meditation und Good Vibes. Schau einfach vorbei und lass dem Fräulein Franz ein „Hiya“ da.

 

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