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7 Eigenheiten, vor denen Dich niemand vor Deiner Südamerika Reise warnt

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Mittlerweile fahre ich seit 10 Monaten mit einem uralten VW Bus durch Südamerika. Dieser riesige Kontinent, der in sich unterschiedlicher nicht sein könnte und im tiefsten Herzen doch gleich irgendwie im gleichen (Cumbia-)Rhythmus tickt.

Bevor ich losgezogen bin, hatte ich gar kein Bild von Südamerika vor Augen. Ich war komplett unvoreingenommen, da ich nie darüber nachgedacht hatte hierher zukommen und einfach ja gesagt habe, als mein Freund plötzlich mit der Idee um die Ecke kam ein Auto zu kaufen und es nach Südamerika zu verschiffen.

Nun bin ich also hier. Und eins ist mir in den letzten Monaten aufgefallen – egal wie tief ich in diverse Reiseliteratur und Blogs eingestiegen bin, um Orte, Routen und schöne Dinge zu finden – niemand klärt Dich darüber auf, was Dich hier wirklich erwarten wird.

Südamerika ist mehr als Natur

Damit meine ich nicht die wahnsinnig tolle Natur, die Dich hier umgibt oder die herzigen Menschen, die völlig Fremden so viel mehr von sich geben als die Menschen in Deutschland.

Ich rede über die Eigenheiten, die der Reiseführer lieber verschweigt und die man vermutlich auch gar nicht wirklich mitbekommt, wenn man nur eine dreiwöchige, organisierte Rundreise macht. Oder die mir als Reisebloggerin nicht gezeigt werden würden, wenn ich eine Kooperation mit einem Tourism Board eingehen würde und das Land bzw. die Länder nur im besten Licht darstellen sollte.

Ich möchte ehrlich mit Dir sein und ein paar Erkenntnisse mit Dir teilen, die mir in den 10 Monaten, die ich bereits in Südamerika verbringe, aufgefallen sind. Je nach Land mehr oder weniger ausgeprägt und bestürzend, aber immer omnipräsent in der Luft mitschwingend.

Die 7 Eigenheiten, auf die Du Dich gefasst machen solltest, wenn Du eine Reise nach Südamerika planst, sind folgende:

1. Get out of your comfort zone

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Eigenheit zu erfahren:

Ob in der Marktstandschlange, im Minibus oder eigentlich überall, wo Du auf Menschen triffst – Südamerikaner haben kein Problem mit körperlicher Nähe und so kann es schon mal vorkommen, dass Dir jemand im Bus halb auf dem Schoß sitzt (da ist doch noch Platz im Bus!) oder Du Dich auf einmal Schulter an Schulter inmitten einer zehnköpfigen Familie wiederfindest (siehe auch Punkt 2), die spontan entschieden hat, dass es dort, wo Du stehst, besonders schön sein muss.

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Mach Dich bei Deiner nächsten Südamerikareise also drauf gefasst, dass Du Deine persönliche Komfortzone ein wenig verkleinern musst, bzw. andere Leute in sie reintreten lässt. Nicht zu vergessen die unzähligen Küsschen, die Du wildfremden Menschen geben wirst – spread the love!

2. Nicht ohne die Familie!

Wie eben schon angedeutet, kommt es nicht selten vor, dass Dich von einem auf den anderen Moment eine Familie umringen könnte, besonders, wenn Du gerade für etwas anstehst.

Irgendwie ist es Vordrängeln, aber irgendwie auch nicht, wenn einer der Familie für eine Attraktion/Essen/sonstige tolle Sache ansteht und sobald er in die Nähe des Honigtopfes kommt, die anderen fünf bis fünfzehn Angehörigen eifrig dazustoßen.

Als ordnungsliebender Deutscher kann das einem auf Dauer ganz gehörig auf den Senkel gehen, da man sich ja schon in greifbarer Nähe gefühlt hatte und nun statt zehn Minuten eher eine Stunde für das besondere Ding ansteht, auf das man schnell auch gar keine Lust mehr hat, nachdem sich folgendes Szenario abspielt:

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3. Selfie-Stick-Nation

Ich war noch nicht überall in der Welt, aber bisher ist mir auf keiner meiner Reisen eine so enthusiastische Selfie-Stick-Verwendung begegnet wie hier in Südamerika.

Gerade in einheimischen Touristengegenden ist besonders an Feiertagen und Ferien höchste Vorsicht geboten, man könnte entweder in einen Stick oder ins absolut nicht gestellte Foto reinrennen.

Diese Selfie-Stick-Verliebtheit multipliziert zum einen die Zeit, die Du noch für die entsprechende Attraktion anstehen musst, da jeder das perfekte Selfie ergattern möchte und es lässt Dich bisweilen an Dir selbst zweifeln – alle lächeln so gekonnt in die Kamera während sie auf der berühmten Baumschaukel in Baños, Ecuador schaukeln und Du… findest einfach nur das Schaukeln geil.

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Brauch ich jetzt auch ein Grinsebacken-Foto davon, um all meinen Social Media Freunden zu zeigen, wie viel Spaß ich habe?

4. We like it loud!

Südamerikaner scheinen ein anderes Lautstärke-Empfinden und Ruhebedürfnis als Deutsche (oder zumindest ich) zu haben.

Musik ist toll, keine Frage. Aber, wenn Dein Hirn Tag- und Nacht (wie zum Beispiel in Salta) mit dröhnenden, bassigen Cumbia-Rhythmen (vor allem von dem schlechten poppigen Cumbia) bearbeitet wird, erreicht diese Liebe zur Musik früher oder später ihre Schmerzgrenze. Vor allem, wenn man Meditieren will oder Lesen oder einfach nur Busfahren oder eben Schlafen.

Oh, und sie lieben Auto-Warnanlagen. In den Städten jault mindestens alle halbe Stunde eine auf. Drum kümmern tut sich aber keiner – wofür sie also überhaupt benutzen?

5. Die Sprachbarriere

Es gibt Länder in Südamerika, die sich unheimlich gut zum Spanisch lernen eignen. Zum Beispiel Bolivien.

Wenn Du mit Bolivianern Spanisch sprichst und Du etwas falsch sagst, korrigieren sie Dich so dezent und höflich, indem sie Dich wiederholen „Ah, Du meinst dies und das! Si claro!“, so dass Du Dich nicht peinlich berührt oder auf den Fuß getreten fühlst und es gleichzeitig richtig lernst.

In (fast allen) anderen Ländern jedoch hast Du kaum eine Chance Dein Gegenüber zu verstehen, wenn Du das Gesagte nicht übersetzen kannst und um eine Wiederholung bittest.

Diese fällt meistens genau so schnell und in den gleichen Worten aus, die Du eben schon nicht verstanden hast und dann beginnt die lustige Hand- und Fußkommunikation. Was auch nicht schlimm ist, aber Du wolltest ja eigentlich Dein Spanisch verbessern.

Hinweis: Selbst in den Großstädten kommt man mit Englisch nicht unbedingt weit. Grundkenntnisse in Spanisch sollten für eine Südamerika Reise also Voraussetzung sein.

6. Süße Fleischeslust

Im Artikel Vegan in Südamerika? habe ich schon einiges zur Ernährung hier geschrieben.

Mich erschüttert es jedes Mal auf Neue, wie unfassbar viel Fleisch in Südamerika konsumiert wird und die einzige vegetarisch/vegane Option in den meisten Imbissen und Restaurants Beilagen sind.

Massentierhaltung ahoi und über die dortigen Umstände müssen wir hier nicht mehr diskutieren.

Ein weiterer schmerzlicher Punkt zum Thema Ernährung ist der Zuckerkonsum. Du wirst kaum ein Produkt finden, dem kein Zucker zugesetzt ist.

Ja, auch die tollen Fruchtsäfte, die Du auf dem Markt bekommst, enthalten immer einen zusätzlichen, ordentlichen, unnützen Schuss Zucker.

Hier empfiehlt es sich der Saft-Dame zu sagen, dass Du gerne keinen oder weniger Zucker hättest. Du wirst einen schrägen Blick ernten, aber Dein Insulinspiegel und Deine Zähne werden es Dir danken.

Mir fällt schon gar nicht mehr auf, dass fast alles frittiert wird; wie vielen Menschen eine Grundfitness fehlt und sie noch nicht mal ein paar Stufen ohne Schnaufen hochkommen; wie viele Übergewichtige es gibt oder wenn Dreijährige schon Cola trinken (klar, wenn 3l Cola manchmal sogar weniger kosten als Wasser).

Und das ist furchtbar.

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7. Aus den Augen, aus dem Sinn

Was mir von all diesen Eigenheiten jedoch am meisten zu schaffen macht ist die Achtlosigkeit, mit der viele, sehr viele Südamerikaner mit der Natur umgehen. Müll wird einfach den nächsten Abhang runtergeworfen, Plastikflaschen aus dem fahrenden Auto geschmissen und jeglicher Abfall wird verbrannt. Ganz nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn und nach mir die Sintflut.

Das mitansehen zu müssen macht mich unfassbar wütend. Und das schlimme ist, ich weiß nicht mal auf wen ich wütend sein soll.

Auf die Menschen, die es einfach nicht besser wissen, weil sie es nie beigebracht bekommen haben, dass Plastik über jahrhundertelang am Wegensrand liegen bleiben wird und die Tierwelt daran verendet? Oder die Regierung, die Umwelt-Aufklärung im Bildungsprogramm als nicht wichtig erachtet?

Auf wen auch immer – es macht mich wütend und traurig und starr vor Fassungslosigkeit.

Während sich über Punkt eins bis fünf noch Streiten lässt oder man es einfach mit Humor nehmen kann, finde ich die letzten beiden Punkte mehr als wichtig, weil

  1. Du darauf Acht geben solltest, was Du in Deinen Körper steckst, um möglichst lange gesund zu bleiben und Dich wohl in Deinem Körper zu fühlen und
  2. die Umwelt uns alle etwas angeht.

Wenn Du durch Südamerika reist, versuche auf übermäßigen Plastikkonsum zu verzichten.

Nimm Dir Einkaufstüten mit, wenn Du auf den Markt gehst, verwende leere Plastiktüten wieder (z.B. statt den Mais am Markt in eine neue Plastiktüte zu verpacken, eine bereits verwendete mitnehmen und diese benutzen), verzichte auf den Plastikstrohhalm bei Deinem Getränk und nimm (im allerbesten Fall) einen wiederverwendbaren Becher mit, in den Du Dir Fruchtsäfte abfüllen lassen kannst.

Und auch wenn es dämlich oder kleinlich scheint – weise die Leute darauf hin ihren Müll mitzunehmen und ihn wegzuschmeißen, wenn sie mal wieder im Begriff sind ihn einfach in der Natur liegen zu lassen.

„I’m just being honest“
- Outkast

Das waren meine zwei Cent zu den südamerikanischen Eigenheiten, mit denen ich mich in den letzten zehn Monaten nun intensiv auseinandersetzen konnte und sie mit Dir teilen möchte!

Hast Du ein paar Dinge wiedererkennen können, falls Du schon einmal hier warst?
Oder hast Du es vielleicht komplett anders erlebt?

 

Schreib es mir in die Kommentare!

Ich bin sehr gespannt!

Foto Credit: Danke an die wundervolle Alica für die starken Fotos!

15 Kommentare

  1. Klingt irgendwie nicht so gut ;)

    Das mit dem Müll verbrennen bringen aber sogar die achso Natur liebenden Neuseeländer…

    Informativer Text. :)

    • Carina sagt

      In Australien gibt es einen Eisladen, der heißt “New Zealand Natural”… da musste ich auch (besorgt) schmunzeln ;)

  2. Mh, bei einigen Dingen sehe ich nicht, dass sich dies nur auf Südamerika erstreckt. Vor 2 Jahren habe ich da kaum jemanden mit nem Selfistick gesehen, heute sehe ich sie dort genauso “schlimm” wie in all den anderen Ländern, in denen ich kürzlich war ;-) Aber es wird viel gepost, das fällt mir immer auf.
    Auch die Themen Müll und “Familie” sind woanders solche Themen.

    Bei der Saftbestellung in Ecuador und Kolumbien wurden wir eigentlich fast immer auch gefragt ob mit, wenig oder viel Zucker.

    Aber jedes Land Südamerikas hat dort auch ein bisschen seine Eigenheit – Bolivien ist nicht Kolumbien – ist nicht Argentinien. Mein chilenischer Schwager ist da sehr empfindlich, wenn Chile beispielsweise mit anderen Ländern über einen Kamm geschoren wird. Aber bei einem Punkt kannst Du Dir sicher sein, die Lautstärke eint alle ;-) Da habe ich nur Glück, dass ich zufällig Cumbias, Cumbias Digital, Salsa etc. mag und mich sogar freue, wenn sie das in den Bussen spielen anstatt Oldies.

    Liebe Grüße nach Ecuador und weiterhin eine gute Reise, Mad

    • Carina sagt

      Du hast Recht – das Selfiestick-Phänomen ist mir wahrscheinlich nur so sehr aufgefallen, weil ich im letzten Jahr nur in Südamerika unterwegs war und es hier einfach für mich extrem war. Vermutlich ist es aber überall auf der Welt zu einem “Problem” avanciert ;)
      Ich wurde bei meinen Säften bisher leider nur 3mal gefragt wie viel Zucker ich möchte, ich denke da ist auch mehr Eigeninitiative von mir gefragt!

      Natürlich hat jedes Land so seine Eigenheiten. Wobei ich gerade zu Chile sagen muss… bis auf die Region um Santiago und Valparaiso empfand ich den Rest des Landes doch sehr “hintenan”. Man merkt wie viel Geld in Santiago gepumpt wird und dass das Geld im Rest des Landes einfach fehlt.

  3. Hallo, erst mal danke für diesen tollen Artikel. Ich lebe seit 6 Jahren in Santa Catarina, Brasilien und die meisten Dinge laufen hier genau so ab, obwohl hier ca. 36% deutsch stämmig sind.

    Zur Ernährung möchte ich noch etwas ergänzen. In Brasilien ist fast unmöglich sich nicht genmanipuliert zu ernähren. Genmais steckt in unendlich vielen Produkten auch da, wo man es kaum erwartet, wie beispielsweise Honig (ob das mal echter Honig ist, eher nicht). Es gibt eine winzige Kennzeichnung mit einem gelben T umrahmt von einem Dreieck, aber das Problem ist oft es gibt keine Alternativen. Soja Öl, Maionaise etliche Kekse etc. alles gentechnisch veränderte Produkte. Die Kennzeichnungspflicht wurde auch vor kurzem aufgehoben, aber man hat oft eh keine Wahl.

    Das Müllproblem ist hier genauso schlimm und im Supermarkt bekommt man eine Plastiktüte pro Produkt, bisschen übertrieben aber fast so. Immerhin gibt es einige Recycler die Müll sammeln und verkaufen.

    Zur Sprache, wer nach Brasilien reist sollte sogar Portugiesich können, Spanisch funktioniert notfalls, aber Englisch eher wenig. In Santa Catarina trifft man sogar mal auf Leute die einen alten deutschen Dialekt sprechen, aber auch schwer zu verstehen, obwohl es deutsch ist.

    Die Sache mit Musik ist hier auch so furchtbar, hör die mal brasiliansichen Funk an und das wo das Meer so schön rauscht.

    Fazit schon interessant, wie ähnlich sich die Länder Südamerika sind. Neben diesen Kritikpunkten möchte ich nicht mehr nach Deutschland zurück. Und ich könnte eine Riesenliste schreiben, warum es sich lohnt hier zu leben.

    • Carina sagt

      Sehr spannende Einsichten zu Brasilien, großen Dank dafür! Und ich finde es sehr erschütternd zu lesen, dass so etwas wie die Kennzeichungspflicht, die es ja schon gab, nun aufgehoben wurde. Eine sehr beunruhigende Entwicklung.

  4. Wieder mal herzlichen Dank für den schönen Post. Ich war noch nie in Südamerika und fand ihn sehr interessant und informativ.

  5. Liebe Carina, wie schön, dass du diese wahren Beobachtungen mal schriftlich festgehalten hast! Stimme in allen Punkten mit dir überein. Wo seid ihr jetzt eigentlich – immer noch Ecuador?? Wir haben bald Ferien, dann – juchuuuu – geht’s los nach Chile und Argentinien. Ich freu mich drauf! Liebste Grüße auch an K.! Nora

  6. Sabrina sagt

    Hola.

    Bis auf die Lautstärke, habe ich sowohl in Argentinien, als auch in Chile andere Erfahrungen gemacht.

    Bei den frischgepressten Säften bzw Smoothies wurde ich immer gefragt, ob mit oder ohne Zucker.
    Aber ich gebe dir absolut Recht, dass der allgemeine Zuckerkonsum – und ich denke da vor allem an die überaus leckeren Backwaren – auch in meinen Augen deutlich zu hoch ist.
    Auch ist es schwierig ungesüßten Naturjoghurt im (super)mercado zu bekommen.

    Auch ist mir kein verstärktes Übergewicht aufgefallen.
    Weder in der Pampa, noch in den Städten und Großstädten, nicht mehr als in Deutschland oder anderswo in der Welt.

    Ich bin keine Muttersprachlerin im spanischen, aber die Verständigung hat immer funktioniert. Ja, die Geschwindigkeit und auch der Slang der Chilenen, sowie die nicht vorhandenen Wortendungen bei den Argentiniern ist nicht ganz ohne, aber “más despacio, por favor” funktioniert supi ;-)

    Was ich durchaus positiv empfand, war die Hilfsbereitschaft, die Offenherzigkeit und Wärme, mit der man mir als Fremde begegnet ist.
    Ich fühlte mich nie fremd – ganz im Gegenteil, als Teil der Familie.
    Soviel Gastfreundschaft vermisse ich in Deutschland.

    Selfie-sticks sind mir gar nicht begegnet.

    Der Fleischkonsum ist schon höher, ja, aber es gibt auch mindestens genauso viel Fisch – Ceviche im übrigen ein absoluter Hit!
    In Argentinien gibt es sehr viele Pastagerichte – auch ohne Fleischbeilage oder -füllung. Der Vegetarier verhungert also nicht :-)

    Dir noch ganz viel Spaß beim entdecken.

    Saludos de Hamburgo,
    Sabrina

    Meine zwei Monate back-packing waren schon aufregend, aber 10 Monate oder länger ist Natur der Wahnsinn.

  7. Wenn ich das mit der Ernährung so lese, könnte ich weinen. Da fehlt wohl ein ganzes Stück Aufklärung? Oder liegt es am Geld?

  8. Hallo Carina,

    die Musik ist doch ganz fetzig. :P

    Das Müllproblem musste ich in Israel leider auch erfahren. Darüber hatte ich auch mal einen eigenen Beitrag geschrieben. Da ist man aus Deutschland kommend natürlich immer etwas entsetzt.

    Irgendwann kam ich dann auch auf den Trichter, dass das eigentlich nur eine Illusion ist. Auch in Deutschland gibt es viel Müll – nur besser versteckt. Und klar wird er recycelt und fachgerecht entsorgt, nur setzt das auch die richtige Mülltrennung seitens der Bevölkerung voraus. Leider kenne ich genügend Gegenbeispiele. Und leider wird auch sehr viel Müll einfach nur im Wertstoffhof verbrannt.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    PS: Lässige Schaukel!

  9. Hallo, toller Artikel. Ich wohne in Peru und kann dem in fast allen Punkten zustimmen :) Es gibt Dinge, an die man sich rasch gewöhnt, andere Dinge Nerven nach wie vor: zum Beispiel das ewige Vordrängeln. Aber nach vielen Jahren in Südamerika hat man sich im Prinzip an so ziemlich alles gewöhnt. Aus eigener Erfahrung: Spanisch Grundkenntnisse sind ganz wichtig! Auch wenn zuweilen Reiseführer etwas anderes behaupten: mit Englisch kommt man nicht wirklich weit. Ansonsten ist – trotz aller “Eingenarten” – Südamerika ein wundervoller Kontinent. Wenn man europäische Sichtweisen einigermaßen abstreifen kann, dann ist ein Tripp durch Südamerika wirklich ein unvergesslich schönes Abenteuer :)

  10. Das war ein wirklich sehr interessanter Artikel!

    Vieles von dem, was du über Südamerika schreibst, ist mir auch in Nordamerika (genauer: in den USA) aufgefallen. Besonders den Zucker betreffend. Nach nur 10 Tagen war ich verzweifeltst auf der Suche nach etwas, das nicht süß oder fett war und das war gar nicht so leicht zu finden. Gerade bei den Getränken hatte man entweder die Wahl zwischen Wasser (was ok ist, aber man möchte ja auch mal was anderes trinken) oder übersüßten, künstlichen “Frucht”säften, die mit Frucht aber nicht wirklich etwas zu tun hatten.

    Herzlich,
    Anna

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