Nice to meet you, Bangkok!


Hier bin ich nun. Ich betrete zum ersten Mal thailändischen Boden. Noch fühlt sich alles gar nicht so fremd an unter der vertrauten Schutzatmosphäre des Flughafens. Trotz anfänglicher Post-Flug-Desorientierung ist es nicht schwer den Skytrain zu finden, nur am Kleingeld haperts noch. Sawadikaa, could you please… Kop khun kaa, das üben wir noch.

Man kann mich unschwer übersehen: den klassischen Backpacker mit braunen Zipperhosen, noch praktischerer Bauchtasche und dem riesen Larca-Rucksack, gestrandet in einem weiteren Großstadtdschungel.

Sala Daeng ist das Ziel und nach einer halben Stunde Fahrt komme ich endlich in der thailändischen Realität an. Während ein älterer Herr den Anruf beantwortet, auf den er zu den fast vergessenen Klängen von Eternal Flame hingewiesen wird, steige ich die Treppen hinab und verschwinde unter den Schirmen der Essensstände. Ich bahne mir mit meinem Rucksack den Weg durch den Menschenstrom, vorbei an aufgehängtem Geflügel und Tellerwäschern zu meinen Füßen.

Beim Abbiegen in die erste Seitenstraße wird es urplötzlich still um mich. Das eben noch so konkrete Treiben ebbt ab und ich steige in die zwielichte Dunkelheit, am grünen Schild links, dann erste rechts zum Urban House. Ich fühle mich angekommen, willkommen und bekomme einen ersten Eindruck unvoreingenommener thailändischer Freundlichkeit.

Nach einer Dusche, die die Flugzeugluft und die Müdigkeit wegschwemmen soll geht es noch einmal in die vorabendliche Finsternis. Über handflächengroße Kakerlaken und Müllansammlungen bahne ich mir den Weg auf die Hauptstraße zurück, auf der Suche nach  dem Essen, von dem alle schwärmen und das ich gerade so dringend gebrauchen könnte. Ich hangele mich von Stand zu Stand, bin überwältigt von der auf mich eindringenden Geruchsvielfalt. Ping Pong Show, no, kop khun kaa. Ich bin doch nur auf der Suche nach einem Papaya Salat. Den ich bald finde, mit einem Pad Thai und einem Thai Eistee esse und überwältigt von Müdigkeit den Rückweg antrete.

Du bist so schwül und bunt – Nice to meet you, Bangkok.

Comments(3)

  • Din
    19. August 2013, 07:54  Antworten

    Wunderbare Eindrücke, vor allem das letzte Bild. Schön, es mal so groß zu sehen!

    Tolle, deine Reise so halb auf Instagram miterlebt zu haben. Sehr faszinierend.

    • crriena
      19. August 2013, 08:34

      Dieser Frisör-Blumen-Salon hat es mir auch wirklich angetan!
      Freut mich, dass es Dir gefallen hat, jetzt wird alles noch mal schriftlich aufbereitet :)

  • 28. Dezember 2015, 17:09  Antworten

    Cool. Ja, so ähnlich erlebe ich das auch immer wieder, wenn ich übernächtigt aus der klimatisierten Flughafenhalle in die feucht-warme Luft trete.

    Bist du eigentlich schon mal gelaufen in BKK? Im Lumphini-Park gibt es eine Asphaltrunde, mittags für Fahrradfahrer, abends für Läufer :-)

    Die thailändischen Redewendungen hättest du übrigens auch schon im Flugzeug üben können ;-)
    Mit dem Thai-Crashkurs von Kilian Kempter geht das gut. http://www.thailaendisch-fuer-reisende.de

    Viele Grüße aus Mae Sai, der nördlichsten Stadt Thailands
    Stefan

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