Lauftipps, RUN
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Wie soll man in heißen Ländern laufen?

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Manchmal ernte ich ungläubige Blicke, wenn ich erzähle, dass ich in heißen Ländern wie Costa Rica oder Vietnam laufen war. “Kann Laufen bei der Hitze überhaupt Spaß machen?” ist die gängigste Frage, die ich mit einem strahlenden Ja beantworte, worauf mein Gegenüber nur noch verwirrter ist.

Klar, natürlich sieht man dort nicht allzu viele Läufer. Aber das liegt eher an kulturellen Gründen und nicht an der Temperatur. Warum laufen Menschen denn dann auch in Australien oder im Hochsommer in Berlin? Weil es ihnen Spaß macht, weil sie eine Leidenschaft teilen und sich Ziele gesetzt haben!

Egal wo Du läufst, ob hier in Deutschland oder überall auf der Welt, ich habe ein paar Tipps für Dich gesammelt, wie Du auch bei hohen Temperaturen den Spaß am Lauf nicht verlierst! (Alle Tipps lassen sich auch auf die meisten anderen Sportarten anwenden!)

1. Morgens laufen

Morgens ist es natürlich noch ein ganzes Stückchen kühler als in den Mittagsstunden und die Ozonwerte sind niedriger. Ich bin bisher ganz gut mit Läufen bis 9 Uhr gefahren. Sieh das frühe Aufstehen als etwas positives: denn so hast Du mehr vom Tag und kannst noch mehr entdecken!

2. Kurz kalt duschen vor dem Laufen

Wenn Du vor dem Lauf kalt duschst sinkt Deine Körpertemperatur und Du beginnst erst später zu schwitzen! Außerdem ist eine kalte Dusche am Morgen der beste Wachmacher und gibt den nötigen Kick für den anstehenden Lauf!

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3. Sonnencreme nicht vergessen

Ich habe viele Sonnencremes ausprobiert und habe nun endlich eine gefunden, mit der man sich nach 10 Minuten im warmen laufen nicht einfach komplett schmierig fühlt (ich sage nur: Sonnencreme im Auge, au!).

Die Piz Buin Ultra Light Dry Touch Sun Fluid 30+ (ich musste drei mal auf die Packung schauen, um das hier nieder zu schreiben) zieht super schnell ein und lässt Deine Haut atmen!

4. Wähle eine schattige Route aus

Man muss es ja nicht drauf anlegen! Ich achte immer darauf, dass auf meiner Route genügend Bäume/Palmen/sonstige Schattenspender stehen, damit ich nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt bin und überhitze. Auch für den nicht-sportlichen Umgang mit Sonne empfehlenswert!

5. Unbedingt eine Kappe tragen

Ich bin offen und ehrlich kein großer Fan von Kappen und ich finde ich sehe ziemlich bescheuert damit aus. Dennoch habe ich bei Läufen (und auch anderen Sportaktivitäten) in heißen Ländern meistens eine auf – auch um meine empfindlichen Kontaktlinsen-gebeutelten Augen vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen.

Da 70% der Wärme im Körper über den Kopf abgegeben wird sollte man keine dicke Baseball-Cap zum Laufen benutzen, sondern eine Leichte aus Netzmaterial, das den Kopf “atmen” lassen kann und gleichzeitig schützt. Vorteil bei dieser ist auch, dass sie das Reisegepäck nicht unnötig beschwert und sich aufgrund ihrer Flexibilität gut verstauen lässt.

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6. Vor und nach dem Lauf genug trinken

Am besten Mineralwasser oder Saftschorle, da beim Schwitzen (und das tun wir in heißen Ländern ja unweigerlich viel) viele Elektrolyte verloren gehen. Elektrolyte sind entscheidend für die Flüssigkeitsverteilung im Körper und lebenswichtig!

7. Luftige, leichte Kleidung tragen

Wenn ich eng anliegende Klamotten anhabe komm ich schon vor dem Lauf ins Schwitzen. So etwas bezeichnet man als psychologisches Schwitzen, was es ganz gut trifft, da der Körper den Schweiß und die Hitze ja los werden möchte und bei einer eng anliegenden Hose ist da einfach was im Weg!

Luftige Shorts und Oberteile aus Funktionsmaterialien verschaffen Abhilfe und lassen Dich den Wind auf der Haut spüren, was Dich erfrischt und Deinen Körper abkühlt!

8. Nicht übertreiben

Bei Temperaturen jenseits der 25°C schafft es der Körper einfach nicht Höchstleistungen zu bringen, also heb Dir das Tempotraining lieber für kühlere Orte auf. Genieß einfach Deinen Lauf und die herrliche Umgebung!

9. Sobald Du Dich unwohl fühlst: Aufhören!

Falls Du Kopf-, Magenschmerzen oder Krämpfe bekommen solltest: Sofort aufhören! Dein Körper gibt Dir ein Zeichen, also hör auf ihn!

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10. Schütze Deine Augen

Bisher habe ich meine Augen meist mit einer Kappe vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt. Zurzeit spiele ich jedoch mit dem Gedanken mir diese Sport-Sonnenbrille anzuschaffen, da mich normale Sonnenbrillen beim Laufen meisten nur stören.

Hast Du schon Erfahrung mit so einer Sportbrille gemacht?
Schreib sie mir in die Kommentare!

 

Ich hoffe ich konnte Dir den ein oder anderen nützlichen Tipp geben für Deinen nächsten Lauf wo auch immer auf der Welt (und sei es bei der nächsten Hitzewelle in Deutschland)!

Hast Du vielleicht noch den ein oder anderen Tipp für uns?
Ich würde mich freuen, wenn Du ihn mit uns teilst!

 

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Wertvollen Tipps! Ich habe noch eine andere Frage: Üblicherweise kenne ich mich in meinem Urlaubsorten nicht so gut aus. Wie findest du deine ideale Joggingroute an Orten an denen du noch nie gewesen bis?

    Vielen Dank für deine Tipps! Ich wünsch dir noch nen schönen Nachmittag!
    Liebe Grüße, Jana

  2. Bernd sagt

    Sportbrille – ich laufe fast nur noch mit einer sich selbst tönenden Sportbrille (Alpina Twist Four Shield VL+).
    Da ich auf Feldwegen an Bauernhöfen vorbeilaufe gibt es dort sehr viel Staub und auch viele Fluginsekten die mit Vorliebe in die Augen fliegen und sich dann nur ungern herausfischen lassen.
    Nachteil der Brille ist dass sie im Sommer bei Hitze durch den Schweiss feucht werden. Hier hilft ein Stirnband/Multifunktionstuch sehr gut damit kein Wasser in die Augen läuft.

    Auch bei Regen ist die Brille super und hält die Sicht frei.

    Fazit: nicht mehr ohne.

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