Howdy Kanada! Ein Road Trip mit Cowboys und Dinosauriern

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Mein erster Road Trip durch Kanada vor vier Jahren hat bei mir folgenden Eindruck hinterlassen: Berge, Seen, grüne Baumwipfel, noch mehr Berge und noch viel mehr Seen in allen wunderschönen Facetten von blau und grün.

Damals wusste ich bereits, dass Kanada ein Land zum Wiederkehren ist. Wann und wohin genau war mir noch nicht klar, aber mich überkam das Gefühl, dass mein Road Trip durch British Columbia und die großen Nationalparks Banff und Jasper in Alberta nicht das letzte sein würden, was ich von diesem riesigen Land in meinem Leben sehen würde.

So wenig wie ich zu dieser Zeit wusste, wann es mich wieder dorthin verschlagen würde, so wenig wusste ich tatsächlich über die Vielfalt Kanadas und so wurde mir erst bei meiner Rückkehr bewusst: ich hätte noch so viel über das Land recherchieren und lesen können – erst das vor Ort sein und erleben hat mich seine Vielschichtigkeit besser begreifen lassen.

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Schick mich in die Prärie

Dieses Begreifen funktioniert übrigens besonders gut, wenn man sich Gegenden aussucht, die man nicht unbedingt auf dem touristischen Schirm hat – wie Süd-Alberta und Saskatchewan, diese Provinz mit dem für uns Deutsche etwas komplizierten Namen.

Und genau auf diese Reise möchte ich Dich nun mitnehmen und Dir die Route mit den einzelnen Stationen meines Road Trips zeigen! Eine Woche war ich in den ewigen Cowboy- und Dinosaurier-Jagdgründen Kanadas unterwegs – Prärie und Western-Liebhaber können gerne etwas mehr Zeit einplanen (vor allem bei den Ranches von Tag 5)!

Die Route

Hier entlang zur Google Maps Route.

Die verschiedenen Farben der markierten Punkte beschreiben die einzelnen Tage.

Vorbereitung des Kanada Road Trips

Step 1: eTA beantragen

Step 2: Flug nach Calgary buchen (z.B. mit Air Canada von Frankfurt direkt nach Calgary)

Step 3: Mietwagen/Camper und Unterkünfte bzw. Campingplätze buchen (vor allem im Sommer) – im Zuge dessen überlegen, ob man ein Zelt mitnimmt oder einen Campervan mietet.

Tag 1 – Ankunft in Calgary

Um dem Jetlag zu trotzen solltest Du Deinen Ankunftstag nutzen, um die architektonischen Wunder der Stadt zu betrachten, ein Museum zu besuchen (z.B. das Glenbow Museum zur Kulturgeschichte Albertas) und definitiv zum Sonnenuntergang den Calgary Tower zu besteigen, um einen Blick auf die Rockies zu erhaschen.

Kulinarisch ist Calgary ganz Großstadt und hat einiges zu bieten (einfach mal die App Foursquare oder HappyCow für Vegetarier/Veganer durchforsten). Ich war sehr selig mit dem Ambiente und dem Essen im Home&Away. Genieße das wuselige Treiben der Metropole, ab morgen geht es in die Natur!

Übernachten: In Calgary gibt es viele unterschiedliche Hostels und Hotels für jede Preisklasse. Ich persönlich wohne in Städten am liebsten in einem Airbnb Apartment.

Wichtiger Tipp: Kaufe am besten heute oder morgen früh Snacks für die nächsten Tage ein! Plane auch Dein Mittag-, Abendessen und Frühstück für morgen und übermorgen, da es im Provincial Park keine Einkaufsmöglichkeiten und Imbisse/Restaurants gibt.

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Tag 2 – Writing on Stone Provincial Park

Die Fahrt zum Writing on Stone Provincial Park dauert etwa 3:15 Stunden, die man sich gut mit Hörbüchern vertreiben kann. (In den nächsten Tagen wirst Du noch die ein oder andere längere Strecke zurücklegen, deswegen decke Dich im Vorfeld gut mit Hörbüchern und Musik ein! Ich unterschätze sehr gerne Distanzen… ein fataler Fehler in Kanada!)

Der Writing on Stone Park bietet ein paar kleinere Wanderwege, doch das eigentliche Highlight sind die Petroglyphen der First Nations, die man mit der Rock Art Tour ($15) besichtigen kann. Die Tour beginnt normalerweise morgens um 10 Uhr, deswegen heißt es entweder früh in Calgary losfahren oder sich noch vor dem Road Trip darüber informieren, ob auch eine spätere Führung stattfindet.

Verbringe den Nachmittag und Abend damit die Landschaft zu erkunden und Dich dem schönen Camperleben hinzugeben! Ein Lagerfeuer am Abend darf natürlich nicht fehlen (Feuerholz gibt es im kleinen Shop am Campground).

Übernachtung: Comfort Camping (für bis zu vier Personen: $115) oder normales Camping ($26)

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Tag 3 – Fort Walsh & das Geisterstädtchen

Nach einem entspannten Frühstück brichst Du nach Maple Creek auf. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden und sollte sich der Hunger bei der Ankunft schon wieder einstellen (so ein Road Trip macht aber auch hungrig!) empfehle ich Dir auf ein Mittagssüppchen (aber gerne auch Tee und Scones!) bei The Daily Grind vorbeizuschauen.

Im Anschluss geht’s ab zur National Historic Site von Fort Walsh (etwa 40 Minuten), einen der wichtigsten Forts der North West Mounted Police im 19. Jahrhundert. Hier lohnt es definitiv sich vorher einzulesen oder auch eine geführte Tour zu machen, um die Bedeutung dieses Ortes in der kanadischen Geschichte zu verstehen.

Anschließend heißt es einchecken im Ghostown Blues, einer meiner Lieblingsunterkünfte auf dem Road Trip! Jedes Zimmer ist ein einzelnes kleines historisches Gebäude bzw. Gefährt, das liebevoll bis ins kleinste Detail eingerichtet wurde. Ich habe in einem der zwei winzigen Sheep Waggons geschlafen – eine echte Erfahrung, wie Du in diesem Video sehen kannst:

Schau zum Abendessen im Star Café in Maple Creek vorbei, dort wird das beste Essen im Örtchen gezaubert! Und falls Du so viel Glück hast wie ich, ist bei Deiner Rückkehr ins Ghostown auch schon das Lagerfeuer angeschmissen und Deine zwei ersten waschechten Cowboys und -girls warten mit einem Ständchen auf Dich!

Übernachtung: Ghostown Blues oder alternativ: Camping im Cypress Hills Park

Tipp: In Maple Creek solltest Du Dich wieder für den nächsten Tag im Park mit Verpflegung eindecken!

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Tag 4 – Cypress Hills Interprovincial Park

Heute gehen wir das Autofahren entspannt an, denn die Fahrt zum Cypress Hills Interprovincial Park dauert nur schlappe 30 Minuten.

Im Park kannst Du Dich dann Outdoor-Sport-mäßig voll austoben: Wandern, Rad fahren oder – hat mich ein bisschen Überwindung gekostet, war dann aber tatsächlich großartig – Ziplining! Hat alles einen Heiden Spaß gemacht und wurde nur noch durch die abendliche Einführung ins Sterne gucken im Cypress Hills Observatory getoppt!

Übernachtung: entweder noch eine Nacht im Ghostown Blues oder Camping im Park. Alternativ: Resort at Cypress Hills.

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Tag 5 – Meet the Cowboys

Lass den Morgen entspannt angehen und mache Dich auf zu Deiner ersten, echten kanadischen Cowboy-Ranch. Von Maple Creek aus ist es etwa eine Stunde zur historischen Reesor Ranch, die mittlerweile in der vierten Generation betrieben wird oder alternativ zwei Stunden zur La Reata Ranch, die vom Deutschen George gegründet wurde.

Beide Ranches sind unheimlich cool, wobei die Reesor Ranch aufgrund ihrer Historie natürlich auf altehrwürdige Weise einen Ticken authentischer ist (und Scott und Theresa einfach zwei wundervolle Hosts sind!), dafür ist das Western-Style-Reiten in den Weiten von Georges Ländereien absolut atemberaubend. Take your pick!

Vor Ort heißt es abschalten, ausreiten und das süße Cowboy-Leben genießen!

Übernachtung: Reesor Ranch oder La Reata Ranch (Essen gibt’s großartiges vor Ort!)

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Tag 6 – Willkommen im Dinosaurier-Land

Genug Cowboy-Luft geschnuppert? Weiter geht es zu den versprochenen Dinosauriern! Im Dinosaur Provincial Park (Fahrtzeit 2:15 Stunden) kannst Du auf eine Fossilien-Safari gehen und einige sehr beeindruckende kleine Wanderungen machen. Der Park is einer der wichtigsten Fundstätten von Fossilien in der Welt und wohin man auch tritt: überall findet sich Geschichte in Form von versteinerten Knochen, Bäumen und anderem fossilen Material im Boden. Ein wahnsinnig beeindruckender Ort!

Übernachtung: Camping (auch Comfort Camping)

Tipp: im nächsten Ort vorm Park noch Verpflegung fürs Campen einkaufen. Im Park gibt es jedoch auch eine kleine Kantine.


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Tag 7 – Dinokunde und Saloon-Vibes

Am letzten Tag geben wir uns nun die volle Dino-Dosis mit dem Royal Tyrrell Museum in Drumheller. Vom Provincial Park sind es etwa 1:45 Stunden dorthin, doch Du solltest noch einen Abstecher zum Hoodoo Trail machen, der auf dem Weg liegt und besonders hübsche Exemplare der lustigen Gesteinsformationen birgt. Das Museum ist eines der bekanntesten paläontologischen Museen der Welt und hat mich schlichtweg sprachlos gemacht.

Finde Dich zum Abendessen (und wenn Du nicht vor Geistern scheust auch zum Übernachten) im Last Chance Saloon ein. Ordentliche Hausmannskost wird hier im rustikal-verspielten Saloon-Ambiente serviert und wenn Du die deep fried dill pickles nicht probierst, dann ist Dir eine wahre Offenbarung (oder zumindest eine sehr interessante geschmackliche Erfahrung) entgangen! Ich liebe sie!

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Tag 8 – Zurück nach Calgary

Nach Calgary sind es nun nur noch 1,5 Stunden. Vor Deinem Abflug könntest Du noch einmal die Innenstadt unsicher machen oder im Crossiron Mills Outlet shoppen (der Bass Pro Outdoorshop ist der größte und verrückteste, den ich je gesehen habe!).

Dieser einwöchige Road Trip lässt sich übrigens super mit einer weiteren Woche in den Nationalparks von Jasper und Banff verknüpfen! So habe ich es im September gemacht und das beste aus Prärielandschaft und Berg- und Gletscherwelten vereint.

Der Artikel zu dem zweiten Teil meines Road Trips folgt bald!

Bis dahin freue ich mich von Dir zu hören, ob Du schon mal in diesen Gegenden Kanadas unterwegs warst und wie viele Cowboys Du getroffen hast! Ab in die Kommentare damit!

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Disclaimer: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit STA Travel und Travelbook Blogstars entstanden. Alle Ansichten und Empfehlungen sind meine eigenen.

Einen großen Dank an Travel Alberta und Tourism Saskatchewan, die diese Reise überhaupt erst möglich gemacht haben und mich im September 2016 in diese wundervollen Provinzen eingeladen haben!

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