Glasgow erinnert mich an…

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Weißt Du, Glasgow erinnert mich an…

Nein, dieses Mal lasse ich es. So sehr ich es liebe Städte mit anderen Städten zu vergleichen, so sehr nervt es auch. Denn eigentlich ist ja keine Stadt wie die andere. Andererseits irgendwie doch schon. Zumindest von der Stimmung, die sie mir vermittelt, von daher finde ich, dass sich Glasgow für mich anfühlt wie… Wenn Du es wirklich wissen und Dich dann bestimmt aufregen willst: Die Auflösung gibts am Ende des Artikels.

Bis dahin ist der Artikel randvoll mit authentischen Fotos und netten Dingen, die man in Glasgow machen kann Hereinspaziert!

glasgow-flagsNachdem mich Edinburgh maßlos begeistert hat, einerseits architektonisch, andererseits aufgrund der herrlichen Kaffee- und Kakaokultur am Haymarket (Mary’s Milkbar & Lovecrumbs), führte mich meine letzte Station auf dem Road Trip durch Schottland nach Glasgow. Ich war einigermaßen unvoreingenommen und wusste – wie immer – nicht, was mich erwarten würde.

Glasgow ist Schottland pur. Das stand für mich spätestens fest als es nach 2,5 Wochen Dauer-Sonne nun in Glasgow begann zu regnen und ich plötzlich die Menschen nicht mehr verstand.

Da war es also – das breite Schottisch, was so nett klingt, aber leider für jeden nicht Native-Speaker (und vermutlich selbst für Natives) fast unverständlich ist. Was aber nur halb so schlimm ist, weil die Leute so unglaublich freundlich sind, dass man in beidseitigem Einverständnis entspannt über jedwede Kommunikationsschwierigkeiten hinweg lächelt.

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Orientierung

Glasgow ist ein bisschen zerrissen. Das spiegelt sich nicht nur in dem wirren Mix aus heruntergekommenen, aber hübschen Jugendstil mit einem Hauch Plattenbau und modernen Bauten wider, sondern auch in der Aufteilung der Stadt.

Da haben wir zu unserer Linken: Das urige, aber hippe Univiertel mit dem Botanischen Garten und dem Kelvingrove Museum.

Und zu unserer Rechten: Die Glasgow School of Arts, die Merchant City und die Glasgow Necropolis.

Tag 1
Shopping, Science, Szene

Innenstadt unsicher machen, sich nicht zum Shopping verleiten lassen (nach London steht Glasgow für die größte und beste Shoppingmeile Großbritanniens!) und riesen Graffiti bestaunen (Ecke Ingram/Albion St).

Ins Science Center, jenseits des Flusses und das innere Kind wieder entdeckt, außerdem dort herausgefunden, dass ich 3 cm größer bin, als ich immer gedacht habe! Ein bedeutender Tag für mich!

Von dort weiter ins Univiertel und mich in die Ashton Lane verliebt – wenn Du Lust auf Pizza hast, unbedingt ins Zizzi – geniale Innenausstattung und tolles Gebäude! Bei Lust auf Kaffee ins Kember&Jones – auch bei Lust auf Tartes und Kuchen!

Für den besten abschließenden ersten Einblick in und über die Stadt, erklomm ich die Glasgow Necropolis. Ein geschichtsträchtiger Friedhof, der sich zu einem der beliebtesten Aussichtspunkte der Stadt gemausert hat.

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Tag 2
Kultur, Botanik & Geschichte

Nach zwei Wochen in der schottischen Wildnis brauchte ich erstmal wieder ein bisschen Kultur. Und wo kann man die sich besser abholen als in der Glasgow School of Art – Eine Institution in Schottland, wenn es um Architektur, Kunst und Design geht!

Hier empfehle ich jedem bei gutem Wetter die dreistündige Walking Tour (unter den Guides auch: Everest Expedition genannt, da Glasgow ziemlich hügelig ist) mit zu machen. In der längeren Tour (ich habe die kurze Tour mitgemacht, in der es vor allem um die School of Art und Charles Rennie Mackintosh ging) geht man tiefer in die Entwicklung der Architektur Glasgows und die Einflüsse Mackintoshs ein und bekommt einen umfassenden Überblick in die Geschichte der Stadt.

Kultur-Hunger gestillt, richtiger Hunger kommt auf. Günstig und unkompliziert bei Gregg’s (gibts überall in der Stadt) ein Sandwich für auf die Hand geholt und ab in die Botanical Gardens, in der Sonne gepicknickt und von der Strapazen der Tour erholt. Die hübschen Gartenhäuschen sollte man sich nicht entgehen lassen!

Eine weitere Institution, die man in Glasgow nicht verpassen darf ist das Kelvingrove Museum. Es ist kostenlos, es ist hübsch in einem Park gelegen und durch seine vielfältige Sammlung perfekt für jeden noch so Museums-uninteressierten Zeitgenossen. Ausgestopfte Tiere, Dinosaurier (nicht ausgestopft), Styroporköpfe, Werke von Dali und den Glasgow Boys (meine heimlichen Favoriten im Museum) – ein bunt zusammengewürfeltes Potpourri an allem, was man sich vorstellen kann!

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Transport

Zu Fuß: Von der Merchant City ins Uni-Viertel läuft man ca. 25 Minuten. Auf dem Boden findest Du Kreise, auf denen die Entfernungen in Minuten angegeben sind!

Öffentlich: Tageskarte für die regulären Busse: 4.10 Pfund

Hop-on&off Bus: Tageskarte 12 Pfund (2 Tage: 14 Pfund). Hier am besten die älteren Busse nehmen, da die Stadtführung auf diesen noch ganz klassisch mit Mensch & Mikro durchgeführt wird und nicht vom Tonband.

Auto: Der Verkehr ist gar nicht so schlimm, wie alle immer sagen, nur sollte man den Berufsverkehr vermeiden, wie überall.
Parken im Parkhaus in der Innenstadt: 12,50 Pfund / 8 Stunden. In der äußeren Stadt für 1 Pfund/Stunde (max. 3 Stunden)
Kostenlos Parken: Am Nord-West Eingang der Botanical Gardens / Ford Rd – Kirklee Rd

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Und für jeden, der jetzt mit mir diskutieren möchte:

Glasgow hat sich für mich ein bisschen wie… Berlin im Taschenformat angefühlt.
So, jetzt ist es raus!
Der Ring ist eröffnet!

PS: Meinen Lieblings-Artikel über Glasgow hat übrigens Nina von Smaracuja letztes Jahr veröffentlicht. Schau Dir auf jeden Fall ihren Heiratsantrag an Glasgow an – lohnt sich nicht nur wegen der hervorragenden Bilder!

Comments(5)

  • 19. August 2014, 15:56  Antworten

    Dinosaurier neben Dalì? Das muss ein tolles Museum sein :)

    • Carina
      21. August 2014, 12:59

      Anna, auf jeden Fall! Am besten sind aber die Glasgow Boys ;)

  • 19. August 2014, 16:21  Antworten

    Super Bilder! Ich muss sagen, das eine Foto mit dem Graffiti auf dem Haus erinnert mich auch ein wenig an Berlin;-)

    • Carina
      21. August 2014, 13:00

      Danke! Architektonisch hat es gar nicht mal so viel mit Berlin zu tun, aber diese Stimmung… und die Graffitis :)

  • 22. August 2014, 13:27  Antworten

    Interessanter Beitrag, aber ich habe ein bisschen Angst vor dem Glasgow-Syndrom ;)

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