8 wichtige Dinge, die Du erst in Feuerland verstehst

Kein Panamericana Road Trip ist komplett ohne den Weg bis runter nach Feuerland. Auch für mich war es die logische Konsequenz, nachdem es von Montevideo über Buenos Aires einmal runter entlang der argentinischen Ostküste bis zur chilenischen Grenze ging. Wenn man schon zig hunderte von Kilometern gefahren ist nimmt man den südlichsten Zipfel des Kontinents natürlich noch mit. Vor allem, wenn man gar nicht so richtig weiß, was einen dort überhaupt erwartet.

Wie es dort, im tiefen Süden aussieht zeige ich Dir in diesem kleinen Video:


Und 8 Dinge, die auch Du begreifen wirst, wenn es Dich einmal dorthin verschlägt gibt es nun:

1. Bäume sind wundervoll

Nach hunderten von Kilometern durch Steppe, Wüste und Schotter entlang der Ostküste Argentiniens merkst Du endlich, was Dir die ganze Zeit gefehlt hat: Bäume. Die ersten ihrer Art tauchen vereinzelt, dann immer mal wieder und schließlich komplett und überall kurz vor Ushuaia auf. Du kannst endlich wieder einatmen, ausatmen, aufatmen. Du willst am liebsten von Baum zu Baum rennen, jeden einzelnen begrüßen und ihm sagen, wie sehr Du ihn vermisst hast. Denn mit ihnen kommt auch das grün wieder in Dein Leben zurück und wie wichtig eine erweiterte Farbpalette ist merkst Du beim nächsten Punkt. feuerland-reise-tierra-del-fuego-nationalpark-herbst

2. Die Farben

Feuerland glüht. Das grünste grün, Blautöne in all ihren schönsten Nuancen, ocker, sanftes rosé bis purpur – Ich bin verzückt! Eintönigkeit schränkt Deine Sicht ein. Feuerlands Farbvielfalt lässt Dich mit offenen Mund staunen, es öffnet Dein Herz und Deine Kameralinse. Denn Feuerland ist herzlich fotogen! feuerland-reise-tierra-del-fuego-nationalpark feuerland-reise-estancia-haberton-farben

3. Wind ist Wind ist Wind ist Wind

Und feuerländlischer Wind hat es ganz besonders in sich. Spätestens, wenn Dich der Wind zum ersten Mal ordentlich durchpustet wirst Du jeden Baum, in dessen Windschatten Du fliehen kannst, vollends zelebrieren. Bis zu einem gewissen Maß an Wind. Ab dann kann es gefährlich werden.

4. Ushuaia ist nicht die südlichste Stadt der Welt

Es ist Puerto Williams in Chile.  Dennoch muss man nicht den Beagle Kanal überqueren, um noch südlicher als Puerto Williams zu kommen. Mit dem Auto Richtung Estancia Haberton fahren und einfach der Straße folgen. Hier findest Du die besten Wildcampingspots und Bäume, die schiefer nicht stehen könnten (siehe auch Punkt 3). feuerland-reise-estancia-haberton

5. Es ist schön geweckt zu werden

Vor allem in Feuerland. Zum Beispiel von galoppierenden Pferden im Tierra del Fuego Nationalpark. Hier wird Dir klar, wie schön es eigentlich ist, dass man überhaupt jeden Tag aufs Neue aufwacht. Den Tag begrüßen kann, egal wie verregnet und trüb er ist. Jeder Tag birgt neue Chancen, Erfahrungen, Abenteuer. Lass sie Dir nicht entgehen, Schlafmütze. feuerland-reise-tierra-del-fuego-nationalpark-pferde

6. Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss

Und wenn das bedeutet auf Gipfeln den Camouflage-Fuchs zu spielen, dann muss es das. Die Gipfelbesteigungen im Tierra del Fuego Nationalpark lohnen sich übrigens nicht nur wegen den Füchsen.

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7. Du musst nicht in die Antarktis reisen, um Königpinguine zu sehen

Lass die Antarktis in Frieden. Onaisin, Chile ist the place to be. Seit wenigen Jahren gibt es hier eine Königspinguin-Kolonie. Mit 25 Dollar Eintritt happig für chilenische Preise, aber definitiv günstiger als eine Antarktis Rundfahrt. feuerland-reise-königspinguine-chile feuerland-reise-königspinguine

8. Die Truman Show hatte Recht

In Feuerland scheint man vor einer riesigen Leinwand zu stehen. Die Landschaft, die Farben – es sieht einfach zu irreal aus um wahr zu sein. Das Ende der Welt liegt zum Greifen nah, man müsste nur mit einem kleinen Paddelboot hinausfahren und durch die Tür in der Wand treten…

Wer weiß was dahinter steckt?

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Es gibt Orte, an denen die Zeit still zu stehen scheint.

Und doch traust Du Dich nicht zu blinzeln, weil Du keinen einzigen dieser stillstehenden Momente verpassen willst.

Du tauchst ein in die Farben ihrer Weite. 

Du fragst Dich ob die Kulisse, die sich vor Dir ausbreitet nur ein wundervolles, riesiges Gemälde ist.

Das Ende der Welt ist zum Greifen nah.

Doch dann begegnest Du Dingen, die Dich blinzeln, staunen, freuen lassen.

Und Du begreifst:

Es ist nicht das Ende. Es ist der Anfang.

Was hältst Du von Feuerland?

Comments(7)

  • 5. Mai 2015, 19:56  Antworten

    Deine Fotos und Videos machen Lust auf mehr! :)

    Sag mal, woher stammt eigentlich der Spruch mit dem Fuchs? Ich lese den in letzter Zeit immer mal wieder…

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Marc
      8. Mai 2015, 12:21

      Das stammt aus dem Lied „Füchse“ der absoluten Beginner. Guter deutscher HipHop aus den späten 90ern.
      Gruß, Marc

  • 10. Mai 2015, 01:36  Antworten

    Aber Füchse sind doch gar keine Rudeltiere! :)

    • Carina
      10. Mai 2015, 01:41

      <3

  • 30. Mai 2015, 22:56  Antworten

    Sehr schöner Beitrag mit toller Stimmung. Auf mich hat vor allem das Titelbild eine sehr beruhigende Wirkung. :)

    VG David

    • Carina
      10. Juni 2015, 03:26

      Oh, ja, es war auch sehr beruhigend dort – die Zeit scheint dort unten einfach langsamer zu ticken :) Danke!

  • 11. Januar 2016, 22:24  Antworten

    Ich war erst gerade über Neujahr in Ushuaia. Es hat mir wunderbar gefallen, ich war begeistert.
    Ushuaia ist war nicht der südlichste bewohnte Punkt der Welt, wohl aber die südlichste Stadt der Welt. Denn Puerto Williams gilt nicht als Stadt, kann es von der Einwohnerzahl her gesehen doch eher als Dorf angesehen werden. ;-)

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