Bali, kopfüber.

Manche Orte verdrehen einem einfach den Kopf. Sie machen furchtbar Spaß, sie machen Dich lebendig und Du kannst es kaum fassen, dass Du gerade wirklich ganz alleine auf einem Roller durch die Gegend düst, ohne Ziel und ohne Plan, einfach nur weil es so unglaublich schön ist um Dich rum.

Im nächsten Moment stellen sie Dir ein Bein (mal auf dem Roller, mal ohne – alles schon erlebt), Du landest ordentlich auf der Fresse und kommst tagelang nicht mehr klar. Sie zerreißen Dich und nehmen Dich vollkommen durch die emotionale Mangel. Aufstehen geht nicht, Kommunizieren geht nicht und es scheint, dass sich die Regenzeit mit Deiner misslichen Lage abgesprochen hätte: auf allen Kanälen Wasser Marsch.

Bali ist so ein Ort. Ein Ort von Aufwühlung, von Gegensätzen und Vereinigung und Wundern. 

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Wer nach Bali kommt ist entweder genervt von den ganzen partymachenden Australiern oder der absurden Anzahl digitaler Nomaden, die dort abhängen (dabei ist es durchaus möglich um beide Parteien einen großen Bogen zu machen), oder schlichtweg verzaubert und fest davon überzeugt, dass auf dieser Insel eine ganz außergewöhnliche, einzigartige Stimmung liegt.

Ich bin hin- und hergerissen, was dieses Bali für mich bedeutet und während meiner sechs Wochen vor Ort, war ich zeitweise fest davon überzeugt nie wieder dort aufzukreuzen und im nächsten Moment wollte ich gar nicht mehr fort. Das ist die Essenz von Bali – es kann alles für Dich sein und nichts.

Damit es für Dich ein bisschen mehr alles als nichts sein wird, wenn Du auf die Idee kommen solltest dort hin zu reisen, möchte ich meine Lieblingsplätze mit Dir teilen. (Hier gibts wirklich nur meine Herzensorte und keine Wasserfälle, Tempel oder sonstige Dinge, die Du auch überall sonst nachlesen kannst.)

 

– UNTERKOMMEN –

 

Wie immer und überall auf der Welt, habe ich ein kleines Häuschen (oder besser Villa, wie es auf Bali extravaganterweise heißt) über Airbnb gefunden und mit Andrea und Katrin geteilt. Es lag etwa acht Roller-Minuten nördlich des Stadtkerns von Ubud und hatte mit Pool, offener Küche, Hasen und Hühnern im Hof und großen Schlafzimmern alles, was das Herz begehrt für etwa 70 Euro die Nacht (für drei Schlafzimmer, in denen man auch zu sechst hätte schlafen können).

Gutschein: Falls Du Airbnb auch mal ausprobieren möchtest, gibts hier einen 35 Euro Gutschein für Deine erste Reise von mir für Dich.

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Tipp: Im Falle eines Pools (den ich Dir in jedem Fall empfehle), bitte für genügend Floaties sorgen.

Günstiger: In Homestays kannst Du bei Einheimischen schon für unter 10 Euro die Nacht nächtigen.

Teurer: Geht es immer. Es gibt viele High-End-Hotelanlagen, die (obwohl gerade sie es könnten) nicht mit Hinblick auf Nachhaltigkeit praktizieren, die gerade auf einer vom Tourismus gebeutelten Insel wie Bali so dringend notwenig ist.

Ich hatte die Möglichkeit für ein Wochenende in den ALILA Villas in Uluwatu zu verbringen und kann jedem, der die Chance (und die Mittel) haben sollte, nur ans Herz legen, hier ein/zwei/drei Nächte zu verbringen. Ich war selten in einem so wunderschönen Hotel und es ließ mein Herz hüpfen, dass sie auch so großen Wert auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit legen. Danke an dieser Stelle für die Einladung ins Paradies!

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– RUMKOMMEN –

 

Schnapp Dir einen Roller. Das ist die beste Empfehlung, die ich Dir für Bali geben kann. Roller inklusive Helm (!) gibts ab 3 Euro pro Tag oder mit Rabatt wochen- und monatsweise. Ich habe beispielsweise 72 Euro für einen Monat gezahlt. Eine Tankfüllung kostet um die 1,50 Euro und bringt Dir etwa 8 Stunden Fahrzeit (grob geschätzt).

Der Fahrtwind in Deinem Gesicht, endlose Reisfelder, die an Dir vorbeirauschen… just do it.

Falls Du wirklich nicht selber im Linksverkehr fahren möchtest (Du verpasst einiges!), kannst Du auf den Motorrad-/Auto-Taxi Dienst Go-Jek (gibts auch als App) zurückgreifen. Uber ist auf Bali so gut wie zwecklos bzw. verboten.

 

– LAUFEN –

 

Da es keine richtigen (belaufbaren) Bürgersteige auf Bali gibt, läufst Du meistens auf der Straße. In den Städt(ch)en selbst ist dies nicht empfehlenswert, da es einfach nur ein stressiger Hindernislauf zwischen Rollern und Touristen ist.

Meine Lieblingsstrecke war von meiner Haustür in der Jalan Suweta in Ubud aus Richtung Norden (Start ungefähr bei „Paula’s Cafe“). Nicht zu viel befahren, an Reisterassen und Tempelchen vorbei, habe ich meine schönsten Foto-Motive dort gefunden.

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– UBUD –

 

Meine Base für die sechs Wochen, wo ich sehr, sehr, sehr viel Zeit vor allem mit Essen, Yoga und im Pool verbracht habe. Mach das doch auch. Das wird Dir gut tun. Den ein oder anderen Ausflug zu den üblichen verdächtigen Top-Spots der Insel kannst Du von dieser Pole-Position aus starten.

  • Warung Sopa: Allerleckerstes vegetarisches Warung (einheimisches Restaurant) in Ubud
  • AA Juicery: Beste Smoothie Bowls EVER
  • Clear Cafe: Schönstes Ambiente, ein großartiger Thai Ice Tea (mit Cashewmilk, mhhhh!) und generell schmeckt einfach alles ziemlich toll hier
  • Moksa: Das beste rote Thai-Curry außerhalb von Thailand
  • Earth Cafe: Sensationell zum Frühstücken und die veganen Kuuuuuchen… und im Store unten gibts allerhand nützliche Dinge
  • Alchemy: Mische Dir einen eigenen, garantiert Superkräfte-verleihenden Vegan-Healthy-Detox-Superfood-Salad, der auch noch Bombe schmeckt
  • Monsieur Spoon: Du bist länger in Ubud und vermisst europäische Backkunst? Hier werden Dir alle Wünsche erfüllt
  • Yoga Barn: Der Klassiker. Gehe am besten zu den frühesten Yoga-Stunden, da ist am wenigsten los. Legendär sind Hörensagen zufolge sie Ecstatic Dance Sessions (mindestens eineinhalb Stunden früher da sein)
  • Radiantly Alive: Hier bitte unbedingt folgenden Kurs besuchen: The Art of Relaxation. Hält, was er verspricht
  • Intuitive Flow: Yoga mit AUSSICHT

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– CANGGU –

 

Ein paar Wochenendausflüge nach Canggu tun jedem über-spiritualisierten-über-strapazierten Ubud-Local-auf-Zeit gut. Mit dem Roller rollt man gut eine Stunde von Ubud an das Küstenörtchen, das mehr oder weniger aus zwei Straßen besteht, auf denen sich die Hauptattraktionen befinden. Meine Hauptattraktionen bestanden vor allem natürlich aus Essen:

  • The Shady Shack: Einfach alles gut und lecker und gemütlich
  • Warung Bu Mi: Viele leckere vegetarische Optionen – und der gelbe Reis ist super
  • Betelnut Cafe: Alles nom
  • Canteen Cafe: Tolles Frühstück, vor allem mit dem hausgemachten Granola

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Auch in Canggu gibt es ziemlich tolle Airbnbs.

 

Folgende Guides lege ich Dir zum Weiterlesen ans Herz:

DariaDaria Guide to Bali

Bali Reisetipps und Highlights
von Katrin, mit der ich dort war

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Take me to your dealer healer.

Comments(10)

  • Jan
    18. April 2017, 14:54  Antworten

    Hi Carina, klasse Beitrag!! Bali steht auch schon weit oben auf meiner Liste, daher kann ich einige deiner Tipps sicher gut gebrauchen. Danke! ;-) Liebe Grüße, Jan

  • 19. April 2017, 13:39  Antworten

    Uuuh, dein Bali Guide kommt gerade richtig für mich! Im Mai werde ich für drei Wochen dort sein und freue mich schon mega darauf!
    Danke für die guten Tipps, ich bin schon total gespannt auf alles :)
    Lg Vanessa

  • 29. April 2017, 19:33  Antworten

    ohhhhh ich liebäugle schon so lange mit dem Gedanken nach Bali zu reisen! Und das macht mir jetzt unglaubliche Lust drauf!

  • 2. Mai 2017, 13:33  Antworten

    Wow, so super schöne Bilder hast du da gemacht. Freue mich schon auf meinen Bali-Urlaub demnächst und werde deinen Tipps auf jeden fall nachkommen :) Liebe Grüße, Anni

  • 15. Mai 2017, 15:55  Antworten

    Hi Carina :)

    Wenn ich mir deinen Beitrag ansehe, bekomme ich eine unglaubliche Vorfreude auf meine nächste Balireise!

    Superschön! :)

  • 18. Mai 2017, 14:20  Antworten

    Hallo Carina,

    deine Bilder sind echt Wahnsinn! Ich kann mich gar nicht für eins entscheiden, die Reisterrassen sehen super aus, aber auch bei den rennenden Kindern wäre ich echt gern dabei.

    In deiner Zeit auf Bali warst du bestimmt auch in Seminyak oder? Da habe ich den vielen Surfern lange zugeschaut. Was die alles hinkriegen, war echt beeindruckend. Dazu einen leckeren Fruchtsalat im Sonnenuntergang und so klingt ein Tag perfekt aus.

    Liebe Grüße

  • 11. Juni 2017, 08:15  Antworten

    Super Artikel von Dir. Wir waren im Dezember 2016 dort. Vieles was du geschrieben hast können wir bestätigen.

  • Sabine Walter
    24. Juni 2017, 00:21  Antworten

    Welchen Reisemonat für Bali würdest du empfehlen? Ich habe vor, alleine zu reisen. Allerdings wäre das Premiere für mich. Kannst du mir diesbezüglich irgendwelche Tipps geben oder links zu Videos Thema: Alleinreisen. Viele Grüße, Sabine

  • 26. Juni 2017, 13:48  Antworten

    Sehr schöner Artikel! Leider stimmt es dass man sich mittlerweile schon gut überlegen muss wo man auf Bali seine Zeit verbringt, denn neben Partyvolk und den hippen Heimatlosen wirtschaften die Einheimischen die schöne Insel mit den Touristenmassen gerade zugrunde. Deswegen kehren viele auch enttäuscht von der Reise zurück. Doch für uns ist es wie für Dich – immer noch eine wunderbare Insel, mit netten Menschen und einer tollen Atmosphäre!

  • 2. Juli 2017, 05:55  Antworten

    hi Carina,
    nach Australien werde ich auch dort hinfliegen und Bali auf den Kopf stellen. Durch deinen Beitrag werde ich es auf jeden Fall leichter haben mich dort zurechtzufinden.
    Danke!

    Cheers

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