7 Tipps, wie Du Achtsamkeit im Alltag lebst

| Dies ist ein Gastbeitrag von Vany Visits |

06:00 Uhr, der Wecker klingelt. Erstmal auf die Schlummertaste drücken – ganze sieben Mal hintereinander. Fürs Frühstücken bleibt keine Zeit, Du quetschst Dich in die Bahn, umgeben von anderen hektischen Menschen und kommst zu allem Übel 15 Minuten zu spät zum ersten Termin. Mit anderen Worten: du startest gestresst und sehr wahrscheinlich schlecht gelaunt in den Tag.

Kommt Dir das Szenario bekannt vor? Auch wenn es stressige Phasen im Leben immer wieder geben wird – genau dann ist es umso wichtiger auch mal bewusst durchzuatmen und sich ruhige Auszeiten fest einzuplanen.

Durch ein paar kleine Übungen und Tipps, die sich ganz einfach in den Alltag integrieren lassen, schaffst Du es mit Leichtigkeit ein bewussteres und achtsames Leben zu führen.

 

#1 ERSCHAFFE DIR EIN MORGENRITUAL

 

Immer mehr Menschen erschaffen sich ihr ganz eigenes Morgenritual, welches sie jeden Morgen praktizieren. Es hilft ihnen dabei entspannt in den Tag zu starten.

Wenn ich chaotisch in den Tag starte, zieht sich dieses Muster durch meinen ganzen Tag und ich komme innerlich nicht mehr zur Ruhe. Also habe ich mir angewöhnt jeden Morgen eine halbe Stunde für mich einzuräumen. Ich frühstücke in Ruhe oder lese morgens noch ein paar Seiten in einem Buch. Ich komme ganz langsam und bewusst zu mir, schaue mir vielleicht noch die anstehenden Termine an und bereite mich mental auf den Tag vor.

Egal wie Dein Morgenritual aussieht: die halbe Stunde, die Du früher aufstehst, investierst Du in Dein Wohlbefinden und es wird sich auf den ganzen Tag auswirken.

 

#2 SEI DANKBAR

 

Jeden Morgen, an dem wir gesund aufwachen und einen neuen Tag beginnen können, mit all seinen Möglichkeiten, sollten wir dankbar sein. Aber nicht nur für das vermeintlich Selbstverständliche, sondern für wirklich alles im Leben – positiv wie negativ.

Dazu hatte ich mal ein tolles Gespräch mit zwei Stewardessen. Beide hatten dieselben Flüge für den Tag geplant und kamen abends erschöpft nach Hause. Die eine beschwerte sich darüber, dass sie den Tag über auf Mallorca, in Mailand und Rom war und nichts von den Städten gesehen hat. Die Umsteigezeiten sind immer sehr kurz und daher reicht es oft nicht aus um noch in die Stadt zu fahren.

Die andere Flugbegleiterin hingegen sagte mir, dass sie die zehn Minuten am Flughafen in Palma so sehr genossen habe, da es zehn Minuten in der Sonne waren. Zehn Minuten habe sie sich neben das Flugzeug gestellt und einfach nur die Sonnenstrahlen auf der Haut gespürt.

Du siehst also:  Alles ist Ansichtssache und mit der richtigen Einstellung schaffst Du es auch für die kleinen Dinge im Leben dankbar zu sein.

Seit Januar führe ich nun selbst ein Dankbarkeitstagebuch, in das ich jeden Abend mindestens drei Dinge notiere, für die ich dankbar bin. Ich kann Dir nur empfehlen so ein Buch zu schreiben, denn auch wenn Du denkst Du hattest einen furchtbaren Tag, musst Du Dich anstrengen und überlegen was Dir vielleicht doch Positives widerfahren ist.

Bild: Green Chameleon

Nach und nach wird diese kleine Übung Deine Gedanken verändern und mit ein bisschen Routine schaffst Du dies im Alltag dann auch: aus einer negativen Situation etwas Positives zu gewinnen und dankbar dafür zu sein.

Wir sollten nie vergessen: alles was passiert, passiert aus einem bestimmten Grund. Und früher oder später werden wir den Grund verstehen.

 

#3 LEBE IM HIER UND JETZT

 

Ein Leitsatz, den ich immer wieder lese und der eigentlich leicht von den Lippen geht. Dabei ist das für mich die größte Herausforderung, wenn es darum geht ein achtsames Leben zu führen. Es geht darum zu 100% im Moment zu sein und sich auf nichts anderes zu fokussieren, als auf das was man gerade tut.

Lasse die Vergangenheit ruhen, denn Du kannst sie nicht mehr ändern, sondern nur noch aus ihr lernen. Das gleiche gilt allerdings auch für die Zukunft. „Vorfreude ist die schönste Freude“ – das mag sein. Allerdings ist Vorfreude immer mit Erwartungen verknüpft.

Bild: Lesly Juarez

Werden die Erwartungen erfüllt, speichern wir das Erlebte als in Ordnung ab. Werden die Erwartungen nicht erfüllt, dann sind wir enttäuscht. Das Spiel mit den Erwartungen können wir also leider nur verlieren. Deswegen sollten wir uns nicht zu sehr von Erwartungen treiben lassen, sondernden Moment genießen. Und damit komme ich auch gleich schon zum nächsten Punkt.

Buchtipp: Jetzt – Die Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle*

 

#4 SCHÄTZE DIE KLEINEN DINGE IM LEBEN

 

Ich habe manchmal das Gefühl, dass wir Glück häufig mit materiellen Dingen verwechseln. Ich sage nichts dagegen, dass wir uns ab und zu etwas gönnen sollten und das dürfen dann auch gerne materielle Dinge sein. Trotzdem solltest Du Dir immer im Klaren darüber sein, was Dich wirklich glücklich macht – und ich sage Dir: solche Dinge passieren im Alltag ständig und Du musst sie Dir nur bewusst machen:

Im Sommer die Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren – toll! Ein frisch bezogenes Bett, welches nach dem neuen Waschmittel duftet, das Du erst gekauft hast oder auch einfach eine Tasse Tee mit einer lieben Freundin schlürfen. Kleinigkeiten, in denen sich so viel Glück finden lässt und nichts davon sollte als selbstverständlich angesehen werden. Das Leben ist so schön wie Du es Dir machst!

Hand aufs Herz: in welcher Situation kannst Du Deine Batterien wirklich wieder aufladen? Ist es vielleicht dann, wenn Du Dir Zeit für Dich nimmst, Zeiten, die Du mit deiner Familie verbringst oder ist es vielleicht einfach ein bestimmter Ort? Das nächste Mal saugst du diesen Moment ganz fest auf und genießt jeden Augenblick davon.

 

#5 HÖRE AUF DEINE INNERE STIMME

 

Immer wieder haben andere Menschen Erwartungen an uns – seien es die Eltern, Lehrer oder auch Chefs. Und dabei verlernen die meisten Menschen, wie es ist auf seine innere Stimme zu hören.

Tief in unserem Inneren wissen wir ganz genau was wir wirklich vom Leben wollen, was unsere Träume und Visionen sind. Aber leider wird die Stimme von den Erwartungen anderer Menschen zu häufig übertönt. Aus diesem Grund ist es wichtig sich immer wieder Zeit für sich zu nehmen, um in sich reinzuhören und mit seiner inneren Stimme in Kommunikation zu treten.

Bild: Mariam Soliman 

Hilfreich sind dabei Meditationen. Durch eine geführte Meditation kannst Du Dir darüber klar werden, ob Du Dich gerade auf dem richtigen Weg befindest oder ob Du vielleicht eine andere Richtung einschlagen müssest, um glücklich zu sein. Außerdem lernst Du dabei wirklich gut bei Dir selbst und im Moment anzukommen.

Einstiegs-Tipp: Carina hat ihre liebsten geführten Meditationen, die Du kostenlos anhören kannst, hier zusammengestellt:  Guided Meditations (Deutsch & Englisch)

 

#6 ATME TIEF DURCH

 

Es hört sich so einfach an und doch ist es der beste Tipp, den ich Dir geben kann. In einer Situation, in der Du denkst, dass Dir alles über den Kopf wächst, selbst in Situationen in denen Du Angst oder Zweifel hast, helfen Atemübungen ungemein.

Alles was Du tun musst ist tief ein- und auszuatmen und Dich auf den Moment zu konzentrieren. Was ist gerade das Problem? Kann ich etwas ändern oder muss ich die Situation (vorerst) so akzeptieren? Versuche Dir über Deine Gedanken klar zu werden und alles was gerade passiert erst mal zu ordnen.

Bild: Pete Bellis 

Ich selbst leide unter Flugangst. Auf dem Rückflug von Warschau nach Hause gab es wirklich starke Turbulenzen und ich habe gemerkt, dass es mir dabei zunehmend schlechter ging. Noch bis vor einem Jahr wäre diese Situation für mich unerträglich gewesen.

Auf diesem Flug habe ich die Augen geschlossen, tief durchgeatmet und alle Geräusche um mich herum ausgeblendet. Ich habe mir bewusst vor Augen geführt, dass Turbulenzen jetzt gerade einfach da sind und dass ich die Situation so annehmen muss. Ich habe mir selbst gesagt, dass Turbulenzen nur unangenehm sind, aber kein Flugzeug zum Absturz bringen können.

Es wurde tatsächlich besser und erträglicher für mich. Im Nachhinein war ich sogar dankbar für diese Art von Turbulenzen, denn wenn das Flugzeug das nächste Mal wackelt, dann kann ich mich daran erinnern, wie ich trotz dieser unangenehmen Situation wieder sicher gelandet bin.

 

#7 NIMM DIR ZEIT FÜR DICH

 

Ich kann Dir nur ans Herz legen gewisse Zeiten in der Woche für Dich selbst zu blocken. Hast Du vielleicht ein Hobby, welches Du gerne ausübst? Dann gibt es in dieser Zeit nur Dich und Dein Hobby und Du  übst es ganz bewusst aus.

Bei mir ist es zum Beispiel das Schreiben oder Lesen. Bis vor einiger Zeit habe ich immer die Ausrede vorgeschoben, dass ich in meinem Alltag einfach keine Zeit finde, um zu lesen. Aber ist es nicht immer eine Frage der Prioritäten? Das gleiche gilt, wenn Du eigentlich gerne Sport machst oder Du Dir etwas gutes und gesundes zu Essen kochen möchtest. Komme in dem Moment an und genieße diesen Augenblick.

Ich bin wirklich froh, dass ich auf das Thema Achtsamkeit gestoßen bin und immer mehr dazu lernen kann. Ich kann Dir nur ans Herz legen Dich ebenfalls mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Das waren meine sieben Tipps,  mit denen Du ein bisschen achtsamer durchs Leben gehen kannst.  Und vergiss nicht: Das Leben ist so schön, wie du es Dir machst!

 

Hallo! Ich bin Vany und im ständigen Reisefieber. Egal ob ein Roadtrip durch Portugal, Abenteuer in Thailand oder wandern in Österreich – ich bin einfach gerne unterwegs.  Neben ganz vielen Reiseberichten findet ihr auf meinem Blog aber auch Tipps für ein glückliches Leben – positive vibes eben! <3 Ich würde mich freuen, wenn ihr auf Vany Visits vorbei schaut.
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