Südamerika
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33 Erkenntnisse nach einem Jahr in Südamerika

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Pünktlich zum Jahresstart nimmt der Road Trip, auf dem ich nun seit einem Jahr bin, neue Ausmaße an. Am 2. Januar kehrte ich Südamerika nach 12 Monaten den Rücken zu und fand mich plötzlich in Panama wieder. Der Van ist natürlich mit von der Partie.

2015 habe ich nicht nur einiges über Südamerika, sondern auch sehr viel über mich selbst erfahren. Nein, ich werde jetzt nicht sentimental und auch nicht altklug (obwohl – vielleicht ein bisschen zum Ende hin), aber ich möchte meine Erkenntnisse mit Dir teilen, auf dass Du weißt auf welche tiefgehenden Gedankenwirbel Du Dich auf Deiner eigenen Südamerika-Reise vorbereiten kannst… oder zumindest ein wenig unterhalten wirst.

Was ist mir also die letzten 12 Monate im Kopf herumgeschwirrt?

1. Ich mag immer noch kein Fleisch, kein Fisch und keine Eier (weswegen ich auch nichts mit der vielseits gepriesenen peruanischen Küche anfangen kann).

2. Ich liebe das Argentinische Spanisch.

3. Ich habe noch nie so viele Verkehrsunfälle einschließlich Straßenblockaden gesehen. Und so viel Road Kill.

4. Ich vermisse Thailändisches Essen unglaublich und habe im letzten Jahr mehr Geld für asiatisches Essen ausgegeben als jemals zuvor.

5. Das mobile Internet in Südamerika ist erstaunlich gut und erstaunlich günstig. Vor allem in: Bolivien, Ecuador und Kolumbien.

6. Südamerika ist sehr viel weiter als wir in Deutschland denken. Vor allem Kolumbien.

7. Ich werde nie wieder aus einer Laune heraus Musikinstrumente kaufen, die ich nicht spielen kann.

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8. Zuerst dachte ich Bolivien wäre mein Lieblingsland… doch dann kam ich nach Kolumbien!

9. Wir verbrauchen zu viel Plastik. Viel zu viel. Und die Südamerikaner noch mehr.

10. Der US-Einfluss ist enorm.

11. Brasilien ist riesig.

12. Ich bin froh nicht in Hostels wohnen zu müssen.

13. Vertraue keinen altertümlichen peruanischen Ärzten. Sie könnten Dir Medikamente gegen altertümliche Krankheiten wie Cholera verschreiben.

14. Die kleinsten Mücken stechen am fiesesten und am schmerzhaftesten und am längsten kratzigsten.

15. Vertraue keinem bolivianischen Gemüse und Obst. Und schon gar nicht dem Wasser aus dem Wasserhahn. Und auch nicht dem aus Peru.

16. Peru hat die meisten Verkehrshubbel und die meisten Polizeikontrollen.

17. In Kolumbien leben die freundlichsten Menschen.

18. Südamerika ist nicht Läufer-freundlich. 90% meiner Laufstrecken im letzten Jahr verliefen entlang stark befahrener Straßen.

19. Ich kann eine Yogastunde auf Spanisch überstehen, ohne aufzufallen.

20. Yoga am Strand – ganz und gar nicht überbewertet!

21. Das Dachzelt des Bullis ist regendicht.

22. Jede Panne macht Dich stärker.

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23. Wir sind kein 4WD!

24. Nie ohne meine elektrische Zahnbürste.

25. Kontaktlinsenträger zu sein ist in Südamerika ziemlich teuer.

26. Surfen mit Kontaktlinsen ist doof. Aber Surfen mit Schwimmbrille ist noch dämlicher.

27. Die südamerikanische Küche in zwei Stichworten: Zucker & Fett (manchmal auch wie hier zu sehen mit dem obligatorischen Salatblatt am Rande).

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28. Manchmal ist man zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Vor allem, wenn man ein Leben retten kann.

29. Ich brauche sehr, sehr, sehr viel weniger zum Leben, als ich mir je hätte vorstellen können.

30. Ich habe so viel in diesem Jahr in Südamerika gesehen und dennoch muss ich wiederkommen, weil es nicht genug war.

31. Ich habe weniger Zeit als alle meine Freunde denken.

32. Das einzig wahre Reisen ist das langsame Reisen.

33. Das wertvollste am Reisen sind die Menschen, die man trifft.

Diese Erkenntnisse haben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Allgemeingültigkeit.

Am besten gehst Du einfach selbst raus da ins weite Südamerika – und machst Dir Dein eigenes Bild. Und erzählst mir dann vielleicht davon?

Welche Erkenntnisse hattest Du nach Deiner Südamerika Reise?

14 Kommentare

  1. Lina sagt

    Du hast so recht! Mit jedem Detail! Peru, Bolivien! Du hast so recht! Ich kann unser gemeinsames Abenteuer quasi nicht abwarten!! dein Scharfsinn ist bestechend, deine Rückschlüsse auch! Du beeindruckst mich ständig. Bis Februar!

  2. Jaja, ich sag’s ja: Kolumbien! Ich mag das langsame Sierra-Spanisch bedeutend lieber als das Schschsch-Spanisch in Argentinien. Damit kam ich gar nicht klar. Das Essen in Südostasien ist übrigens auch nicht immer der Hit für Vegetarier – z.B. Philippinen. Hier greife ich auch immer wieder auf das alt bewährte Konzept zurück: viele frische Jugos y Batidos und irgend was mit Reis ;-) Peru hat mich kulinarisch leider auch enttäuscht, da die ausgezeichnete Küche wieder Fisch-/Fleischlastig ist, aber ich war überrascht, das inzwischen in den letzten Jahren zumindest in den Städten sogar vegetarische Restaurants entstanden sind. In den 90er Jahren war das noch schwerer ;-) Weiterhin gute Reise! Fahrt ihr auch durch El Salvador oder von Honduras direkt rüber nach Guatemala? Panama scheint Euch ja nicht so begeistert zu haben???
    LG, Mad

    • Carina sagt

      In Peru war ich eigentlich nur in Cusco in einer “größeren” Stadt, Lima habe ich ausgelassen. In Cusco gibt es sogar ein rohveganes Restaurant – fancy! Aber im Rest des Landes sieht es mau aus. Da ist Bolivien sogar weiter ;)

      Ja, wir fahren durch El Salvador! Und Panama empfanden wir als wirklich nicht so reizvoll – ist auch schwer nach Kolumbien unbefangen in ein neues Land zu kommen ;)

  3. Nach ebenfalls einem Jahr auf südamerikanischen Straßen kann ich dir bei so vielen Punkten nur zustimmen – vor allem was Kolumbien betrifft! Gute Beobachtung und schöne Zusammenfassung. Weiterhin gute Reise!

    • Carina sagt

      Das freut mich, dass nicht nur ich es so sehe :) Ganz liebe Grüße nach…? Seid Ihr wieder daheim?

  4. Martin sagt

    Interessanter Artikel. Aber das Essen..hört sich jetzt nicht so pralle an…
    Waren die Hostels in Südamerika nicht so gut, weil du froh warst nicht dort zu übernachten..
    Aber manches hört sich ja gut an vorallem die Sachen über Kolumbien :)

    • Carina sagt

      Nein, vom Essen war ich tatsächlich nicht überwältigt. Ist für Menschen, die Fleisch essen aber sicherlich noch mal was anderes.
      Ich war generell froh nicht in Hostels übernachten zu müssen, weil mir die Backpackerkultur widerstrebt und ich lieber auf eigene Faust mit eigenem Wagen unterwegs bin ;)

  5. Schade dass alle so negativ über Peru denken und schreiben. Ich selber lebe seit 11 Monaten hier. Es ist ein wunderbares Land mit tollen Menschen und atemberaubenden Naturschauspielen. Das Essen ist zwar fleischlastig dafür mega lecker! Ich liebe rocoto relleno oder aji de gallina. Es gibt zudem viele vegetarische Köstlichkeiten! Und jedes Restaurant ist stets bemüht auch etwas vegetarisches auf Wunsch zu zaubern. Man muss schon Fragen können statt nur zu mosern..

    • Und das mit den Krankenhäusern. In welchem warst du bitte? Es gibt hier gute Ärzte, sowohl Deutsche als auch Peruanische. Die verschreiben dir schon mal nur ein Probiotik bei verdorbenen Magen. Es sei den man hat Parasiten aus Bolivien mit gebracht…

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